Du betrachtest gerade Australien 2025 Tag 13: Kangaroo Island – Victor Harbor
Delfin

Wir stellten den Wecker heute extra etwas früher, um nochmal nach dem Koala schauen zu können. Leider hatte er über Nacht den Baum gewechselt und war bei der Masse an Bäumen nicht mehr aufzufinden.

Discovery Lagoon, Regenbogenlori und Rosakakadus

Da es heute Morgen sonnig war, gingen wir nochmal kurz zur Discovery Lagoon.

Auf dem Weg sahen wir noch einen Regenbogenlori und einige Rosakakadus.

Dann mussten uns leider auf den Weg zur Fähre machen ohne uns vom Koala verabschieden zu können. Hoffentlich sehen wir auf dem Festland nochmal Koalas.

Fähre Penneshaw – Cape Jervis

Wir kamen eine gute Stunde vor Abfahrt am Hafen in Penneshaw an. Beim Check-in bekamen wir diesmal Boarding Passes. Der Boarding Pass für den Fahrer und das Wohnmobil wurden aneinander getackert und der für den Beifahrer blieb getrennt, weil ja offiziell nur eine Person mit dem Fahrzeug an Bord fahren darf. Durch unseren Standby-Status auf dem Hinweg hatten wir gar keine Boarding Passes bekommen und waren auch zusammen mit dem Wohnmobil auf die Fähre gefahren.

Wir wollten uns die Wartezeit erst noch mit einem Spaziergang vertreiben, aber durch die Umbaumaßnahmen waren viele Bereiche abgesperrt und wir gingen doch wieder zurück zum Wohnmobil. Ganz in der Ferne sahen wir eine Fähre aus der falschen Richtung auf uns zukommen. Wir vermuten, dass sie wegen des starken Windes nicht die kürzeste Strecke, sondern eine Art Dreieck oder Halbkreis gefahren war.

Delfin

Wie aus dem Nichts sprang plötzlich ein Delfin ganz in unserer Nähe aus dem Wasser. Natürlich hatte ich die Kamera nicht in der Hand und hätte sie auch nicht so schnell zücken können. Ich hatte gelesen, dass in der Bucht öfter Delfine unterwegs sind und deshalb sowohl bei Ankunft auf dem Hinweg als auch heute immer ein Auge auf dem Wasser. Ich holte die Kamera schnell aus dem Rucksack und ging ans Ufer. Einige Rückenflossen bekam ich noch aufs Bild. Aber komplett aus dem Wasser sprang leider keiner der Delfine mehr.

Boarding

Als die Fähre angelegt hatte, machte ich mich zu Fuß auf den Weg ins Terminal zum Boarding. Inzwischen waren übrigens die Autoreihen komplett überfüllt. Gut, dass wir so früh da waren und nicht ganz oben auf dem Hügel mitten im Ort warten mussten.

Nachdem ich an Board war, ging ich sofort hinten an Deck, um zu sehen, wie die Autos verladen werden. Leider haben wir diesmal die andere Fähre erwischt und die hat ein Dach über dem Autodeck. Von ganz hinten konnte man aber hineinschauen. Das Autodeck ist auch etwas anders aufgebaut. PKWs fahren außen in zwei sehr engen Spuren um das Deck herum, sodass die meisten nicht rückwärts fahren müssen. Nur in einige Ecken wurden einige wenige sehr abenteuerlich hinein manövriert. Dabei wurden sie aber wieder perfekt vom Fährpersonal angewiesen. Das läuft hier echt super. Der äußere Halbkreis ist durch Säulen vom mittleren Bereich getrennt.

In der Mitte gibt es für größere Fahrzeuge zwei Spuren, in die man rückwärts einparkt. Wir und ein etwas kleineres Maui-Wohnmobil wurden bis ganz zum Schluss stehen gelassen. Das war gar nicht so schlecht, weil wir so am wenigsten manövrieren mussten und auch wieder ganz vorne an der Rampe standen. Besonders abenteuerlich wurde ein PKW noch quer vor uns geparkt. Ein Mitreisender meinte, es sei ein Hybridfahrzeug und die dürfen aus Sicherheitsgründen nicht zwischen den anderen Autos geparkt werden. Der PKW und auch das andere Wohnmobil waren nur Zentimeter von der Rampe entfernt. Dem Wohnmobilfahrer war das wohl nicht so ganz geheuer und er fuhr auf eigene Faust noch ein Stück zurück. Das führte dazu, dass er wenige Minuten später ausgerufen und aufgefordert wurde vorzufahren. Vermutlich hatte er den Mindestabstand zum Fahrzeug hinten dran unterschritten.

Überfahrt

Wir legten mit ca. 15 Minuten Verspätung ab. Vermutlich lag das daran, dass die Fähre schon zu spät angekommen war. Anstatt direkt hinüber Richtung Festland zu fahren, fuhren wir noch ein gutes Stück an der Küste von Kangaroo Island entlang. Irgendwann drehten wir dann ab. Wir vermuten, dass wir aufgrund von Wind bzw. Wellen diesen Umweg wählten. Wir wurden aber trotzdem ordentlich durchgeschaukelt. Die Autos wackelten auch ganz schön hin und her. Nach einer Weile kam uns die andere Fähre vom Festland entgegen. Die Überfahrt dauerte ca. eine Viertelstunde länger als geplant. Wir kamen daher mit etwa einer halben Stunde Verspätung an.

Verlassen der Fähre

Eigentlich steigen die Fußpassagiere seitlich aus. Aus irgendeinem Grund lagen wir aber nicht korrekt vor dem Terminal, sodass die Tür dort nicht geöffnet werden konnte. Wir mussten dann spontan alle nach hinten und über das Autodeck aussteigen. Das durften wir aber nicht, solange noch Autos in Bewegung waren. Erst als alle Fahrzeuge die Fähre verlassen hatten, durften wir endlich über die Rampe an Land gehen.

An dieser Stelle ist die Organisation nicht besonders toll. Fast jedes Auto muss noch Fußpassagiere einsammeln, es gibt aber nur eine sehr kleine markierte Pick-up Zone. Dort passen vielleicht drei Fahrzeuge drauf. Da wir direkt vorne an der Rampe gestanden hatten, bekamen wir noch einen Platz. Die meisten anderen parkten kreuz und quer, einige viel weiter den Berg hoch. Die Fahrer versuchten dann ihre Mitfahrer zu finden bzw. durch Winken und Rufen auf ihren Standort aufmerksam zu machen.

Cape Jervis – Victor Harbor

Da das alles eine Weile dauerte, konnten wir diesmal nicht erst abwarten, bis ein Großteil der Autos weg war. Wir machten uns direkt auf den Weg nach Victor Harbor. Unterwegs hielten wir kurz an um zu Mittag zu essen. Einen geeigneten Platz zu finden war wieder gar nicht so einfach. Das erinnerte uns an den Weg nach Normanville vor einigen Tagen. Irgendwie scheint man hier auf der Fleurieu Peninsula nicht einzuplanen, dass Touristen vielleicht gerne mal anhalten möchten. Und das, obwohl die Gegend bei Touristen relativ beliebt ist. Am Supermarkt in Victor Harbor waren die Parkplätze auch wieder sehr eng, aber wir fanden eine Ecke, wo wir nicht allzu sehr im Weg standen.

Campingplatz Victor Harbor

Nach dem Einkauf ging es zum Campingplatz. Die Dame an der Rezeption war wieder super freundlich und hilfsbereit. Sie scheute keine Mühen noch nachträglich einen Membership Rabatt anzurechnen und rief sogar beim nächsten Campingplatz dieser Kette an, damit sie uns den Rabatt von unserer Rechnung abziehen. Den heutigen Campingplatz hatten wir nämlich schon komplett bezahlt, den nächsten nicht, weil wir zwei Nächte bleiben und man immer nur eine anzahlt.

Sie bot uns auch an den Stellplatz zu tauschen, falls er uns nicht gefallen sollte. Als wir unseren Platz gesehen hatten, machten wir uns tatsächlich etwas Sorgen komplett zugeparkt zu werden, falls noch jemand auf den Platz hinter uns kommen würde. Wir hätten dann beim Essen auf eine Wand geschaut. Das wurde ganz unkompliziert gelöst, indem der Platz für die Nacht geblockt wurde. Das ging, da der Campingplatz nicht ausgebucht war. Aber selbstverständlich ist das definitiv nicht. Wir sind weiterhin begeistert, wie nett hier jeder ist.

Nachdem das geklärt war, starteten wir erst mal eine Waschmaschine und machten uns dann an der Uferpromenade auf die Suche nach Pelikanen. Wir gingen erst Richtung The Bluff, aber nicht weit, da die Waschmaschinen hierzulande immer nur sehr kurz laufen und schon Schlange gestanden wurde. Pelikane fanden wir hier keine. Das war aber auch kein Wunder bei mehreren herumlaufenden Hunden und spielenden Kindern.

Pelikane auf Granite Island

Später ging ich noch in die andere Richtung. Der Weg führte zunächst über eine Uferpromenade. Immer wieder gab es die Möglichkeit hinunter an den Strand zu gehen.

Dann kam ich an einen Damm, den Granite Island Causeway, über den man nach Granite Island gehen kann. Auf der Insel fand ich – wie erhofft – eine Gruppe Pelikane. Man kam nicht wirklich nah an sie heran, aber zwei taten mir den Gefallen ein Stückchen zu fliegen.

Theoretisch hätte man noch die Insel umrunden können, aber da es schon recht spät war, machte ich mich auf den Heimweg. Mitten auf dem Damm befindet sich ein Tor. Ich war etwas irritiert, das es geschlossen war, als ich dort ankam. Auf dem Hinweg stand es offen und es waren auch jetzt noch jede Menge Leute unterwegs. Anscheinend wird das Tor abends geschlossen, um die Tiere auf der Insel zu schützen. Als Fußgänger kann und darf man es aber öffnen, um hindurchzugehen.

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