Als wir aufwachten hing noch Nebel über den Bergen. Deshalb beeilten wir uns nicht besonders.
Kängurus
Nach dem Frühstück gingen wir auch erst zu den Kängurus. Vor allem ein sehr aktiver Joey hatte es uns angetan. Zunächst war er im Beutel, dann kletterte er heraus. Er hüpfte immer wieder ein Stückchen von seiner Mutter weg und kam kurz darauf wieder zu ihr zurück.
Zwei andere Kängurus lieferten sich einen Kampf. Auch das war spannend zu beobachten. Das sah ein weiteres Känguru wohl genauso. Es lag ganz entspannt neben den beiden und schaute ebenfalls zu.
Boroka Lookout
Anschließend fuhren wir zum Boroka Lookout. Auf dem Weg trafen wir das ein oder andere Wallaby an, das sich aber schnell in Sicherheit brachte. Als wir ankamen, stand nur ein PKW auf dem Parkplatz. Das war auch gut so, da die größeren Parkplätze wieder für Busse reserviert waren. Auch am Aussichtspunkt waren Wallabys unterwegs. Die Sicht auf Halls Gap interessierte uns nicht. Besser gefiel uns der Blick nach rechts. Dort steht direkt am Lookout ein dekorativer Fels hervor. In der Ferne sieht man einige Berge. Diese lagen allerdings zunächst noch in den Wolken. Wir warteten etwas ab und nach und nach wurden mehr Gipfel sichtbar. Irgendwann mussten wir dann aber doch weiter.
MacKenzie Falls
Unser nächstes Ziel waren die MacKenzie Falls. Wir gingen zunächst zum Lookout. Auch hier hüpften wieder Wallabys herum.
Anschließend gingen wir hinunter zu den Falls. Super spektakulär sind sie nicht, aber wir haben auch schon langweiligere Wasserfälle gesehen.
Um wieder zum Parkplatz zu kommen, mussten wir steil bergauf gehen, weshalb wir trotz Temperaturen um 15 °C endlich nochmal in T-Shirts wandern konnten. Seitlich geht es zu weiteren Wasserfällen, den Broken Falls. Da der Weg kurz war, schauten wir noch schnell vorbei. Das hätten wir uns sparen können. Sie sind total mickrig und auch größtenteils hinter Bäumen versteckt. Da wir auf dem Parkplatz ganz gut standen, aßen wir erstmal zu Mittag, bevor wir zum nächsten Lookout weiterfuhren.
Reeds Lookout & The Balconies
Der Spaziergang zu den Balconies war auf den ersten Metern landschaftlich ganz interessant, danach lief man einfach durch den Wald. Die Aussicht an den Balconies reicht ebenfalls sehr weit, ist aber auch nicht sonderlich attraktiv. Interessant wäre es die Balconies mit ins Bild einzubauen. Für eine vielleicht bessere Perspektive müsste man aber an Stellen klettern, wo man nicht hin darf.
Auf dem Rückweg trauten wir unseren Augen nicht. Unsere Schweizer Bekanntschaft von Kangaroo Island kam uns entgegen. Die beiden hatten gar nicht erwähnt, dass sie auch noch in die Grampians fahren. Wir tauschten uns kurz aus und gingen dann weiter.
Gewöhnliche Tigerotter
Kurze Zeit später waren andere bekannte Gesichter vom Campingplatz auf Kangaroo Island dabei etwas auf dem Boden zu fotografieren. Wir näherten uns vorsichtig und sahen dann, dass es eine ca. 50 cm lange Schlange war. Wir vermuten, es war eine gewöhnliche Tigerotter. Obwohl sich der Name relativ harmlos anhört, ist das eine hochgiftige Schlange. Gut, dass sie auf dem hellen Boden deutlich zu sehen war. Besonders ängstlich war sie nämlich nicht. Wir hielten natürlich ordentlich Abstand. Die Bilder sind mit großem Zoom entstanden.
Vom Parkplatz gingen wir kurz hoch zum Reeds Fire Lookout, auch wenn uns eigentlich schon klar war, dass die Aussicht ähnlich wie am Parkplatz und damit ziemlich langweilig sein würde.
Grand Canyon & Pinnacle Lookout
Da es noch nicht allzu spät war, beschlossen wir zum Wonderland Car Park zu fahren und zum Pinnacle Lookout zu wandern. Die Wanderung hatten wir eigentlich nicht geplant, weil die Bilder vom Ziel, The Pinnacle, und der Aussicht von dort nicht unser Fall waren. Wie es unterwegs aussieht, konnten wir nicht wirklich herausfinden. Bei einer kurzen Wanderung von 4 km dachten wir uns, dass wir nichts falsch machen können. Auf dem Parkplatz fanden wir noch so gerade einen letzten Platz in der Reihe für lange Fahrzeuge. Zwei PKW-Fahrer waren wohl zu faul einzuparken und hatten es sich auf dem Streifen leicht gemacht. Ein Bus stand schon außerhalb der markierten Zone.
Auf dem ersten Stück der Wanderung gibt es zwei alternative Wege. Wir wählten auf dem Hinweg den durch den Grand Canyon. Das sah schon ziemlich spektakulär aus.
Danach ging es weiter mal mehr und mal weniger steil, teilweise über Stufen oder sogar Treppen bergauf. Auf einigen Teilstücken lief man durch sehr schöne Felsformationen. Wir bereuten unsere Entscheidung auf jeden Fall nicht. Der Weg war es wirklich wert.
Leider wurden wir kurz vor dem Pinnacle Lookout mal wieder nass. So langsam können wir echt keinen Regen mehr sehen. Die Aussicht am Ende war für unseren Geschmack wieder nichts Besonderes, aber damit hatten wir ja schon gerechnet und das war uns egal.
Auf dem Rückweg wählten wir für das letzte Stück den Alternativweg, der nicht durch den Canyon führt. Der war wie erwartet viel langweiliger, ging aber auch deutlich schneller. Die Wanderung hatte insgesamt doch länger gedauert als bei 4 km gedacht. Die Höhenmeter hatten wir vorher nicht mehr herausgefunden. So kamen wir relativ spät am Campingplatz an. Und da es auch schon wieder ziemlich trüb war, besuchten wir die Kängurus nicht mehr.

























