Du betrachtest gerade Australien 2025 Tag 27: Abreise

Heute wachten wir wieder kurz vor unserem Wecker auf. Wir hatten ihn auf 7 Uhr gestellt, da um 9 Uhr die Rezeption des Campingplatzes öffnet und sie dann auch mit dem kostenlosen Shuttle zum Flughafen starten. Eigentlich hatten wir geplant zu laufen, aber wir haben uns gestern doch noch spontan umentschieden. Der Flughafen in Hobart ist so klein, dass man nicht ewig vorher da sein muss. Unser Flug ging um 11:25 Uhr. Ein Shuttle, der um kurz nach 9 Uhr losfährt und nur wenige Minuten braucht, schien uns völlig ausreichend. Ohne Gepäck war der Weg gestern harmlos, aber mit großen Taschen und Rucksäcken ist das nochmal etwas Anderes. Wir brauchten keine zwei Stunden und konnten uns noch ein bisschen in die Sonne setzen. Um 9 Uhr brachten wir dann unser Gepäck zum Bus und sagten an der Rezeption Bescheid. Kurz danach kam auch schon eine Fahrerin und brachte uns in wenigen Minuten zum Flughafen.

Flughafen Hobart

Beim Bag-drop mussten wir etwas anstehen, an der Sicherheitskontrolle ebenfalls. Wir durften Wasser mitnehmen und mussten nichts auspacken. Nur unsere Gürtel ohne Metall mussten wir mal wieder ausziehen. Das ist der einzige Nachteil der sonst so tollen neuen Scanner. Auch unsere Hosen mit den Reißverschlüssen zum Abzippen der Beine waren wieder auffällig und mussten abgetastet werden. Das nehmen wir aber gerne in Kauf. Mein Rucksack wurde aussortiert. Man wollte die Ersatzakkus meiner Kamera sehen. Das war es dann aber. An den Gates war es erst recht voll und wir fanden kaum einen Sitzplatz. Nachdem zwei andere Flüge geboardet hatten, wurde es zum Glück leerer.

Flug Hobart – Sydney

Unser Boarding startete ein paar Minuten verfrüht, wir durften zum Flugzeug laufen und waren auch sehr pünktlich in der Luft. Leider war das Flugzeug nicht so leer wie das von Sydney nach Alice Springs. Wir hatten am Fenster noch einen Sitznachbarn. Zu essen gab es diesmal einen Bananen-Cookie, definitiv besser als eine vegetarische Quiche. Wir waren noch bei strahlendem Sonnenschein weggeflogen. In Sydney hingen dunkle Wolken über der Stadt. Als wir durch sie hindurch kamen, sahen wir beim Anflug sogar kurz die Harbour Bridge und die Oper. Wir landeten überpünktlich.

Flughafen Sydney

Auf unser Gepäck mussten wir etwas länger warten, was aber nicht schlimm war, da wir über sieben Stunden Aufenthalt hatten. Wir hatten extra mit so viel Puffer gebucht, da wir die Flüge getrennt gebucht hatten und auch noch das Terminal wechseln mussten.

Shuttle

Der Abfahrtsort des Shuttlebusses zum internationalen Terminal war nicht besonders gut ausgeschildert. Es gab nur Zeichen allgemein für Busse. Und an dem Ende, wo wir herauskamen, sah man das Schild an der Shuttlebus-Haltestelle nicht. Deshalb fragten wir eine andere Busfahrerin und wurden ans richtige Ende geschickt. Wir waren kaum dort, da kam schon ein Bus. Er soll alle 15 Minuten fahren. Die Fahrt dauert ein paar Minuten. Wir waren froh noch so gerade Sitzplätze bekommen zu haben, da der Fahrer recht flott unterwegs war. Am internationalen Terminal wurden wir an einem Hintereingang herausgelassen.

Wir suchten direkt unsere Emirates-Schalter. Leider waren sie aber noch von British Airways besetzt. Wir fragten nach, wann wir unser Gepäck loswerden könnten und erfuhren, dass dies erst vier Stunden vor Abflug möglich sei. Also mussten wir noch drei Stunden unser ganzes Gepäck mit uns herumschleppen.

Wir suchten uns ein ruhiges Eckchen, stellten dort alles ab und ich lief durch den ganzen Flughafen, um Essensoptionen auszukundschaften. Ich fand ein italienisches Restaurant, wo wir Nudeln bzw. Pizza aßen. Danach suchten wir uns wieder eine ruhige Ecke und warteten auf die Öffnung der Schalter.

Check-in

Etwas mehr als vier Stunden vor dem Abflug kamen einige Emirates-Mitarbeiter und fingen an alle Absperrungen herumzuschieben und sich auch sonst vorzubereiten. Gleichzeitig bildete sich schon eine ziemliche Schlange. Vermutlich gehörten die meisten zum Flug, der etwa eine halbe Stunde vor uns startete. Die Emirates-Mitarbeiter hielten noch ein Briefing in aller Öffentlichkeit ab und dann ging es los. Anscheinend gab es bei vielen Leuten irgendwelche Probleme. Sie standen ewig an den Schaltern. Bei uns ging es ganz schnell und unser Handgepäck wurde diesmal auch nicht gewogen.

Sicherheits- und Passkontrolle

Wir gingen direkt weiter zur Sicherheitskontrolle und mussten wieder die Gürtel ausziehen. Wasser mussten wir diesmal wegschütten, aber elektronische Geräte konnten im Rucksack bleiben. Nach der Passkontrolle gab es eine Möglichkeit die Flaschen wieder aufzufüllen. Da irgendetwas umgebaut wird, gibt es aktuell nur sehr wenige Toiletten und Wasserspender. So eine lange Schlange an einem Wasserspender haben wir auch noch nicht gesehen. An unserem Gate vertrieben wir uns die Zeit bis zum Abflug.

Boarding

Das Boarding lief etwas chaotisch ab, da die aktuellen Gruppen nur teilweise mit Lautsprecher angesagt und nirgends angezeigt wurden.

Flug Sydney – Dubai

Wir hatten wieder die gleichen Sitzplätze wie auf beiden Teilstrecken auf dem Hinweg und die Sitze hatten auch wieder den gleichen guten Abstand und Winkel wie damals auf dem zweiten Teilstück, sodass ich meine Beine unter den Vordersitz strecken konnte. Der Service dauerte leider wieder genauso lange und kam uns genauso chaotisch vor wie auf dem Hinweg. Immer wieder wurden Personen und Reihen gezählt, um zu entscheiden, wo man jetzt mit dem Servieren des Essens beginnt. Und immer wieder fehlte etwas. Wir waren froh, als endlich alles abgeräumt war, es dunkel wurde und wir schlafen konnten. Leider hatten wir ständig Turbulenzen und die wurden jedes Mal laut angesagt. Selbst mit Ohrenstöpseln wachte ich davon auf. Und dann gab es noch nach der halben Flugzeit eine unnötige Zwischenmahlzeit, für die wir wieder geweckt wurden, obwohl wir auf sie verzichteten. Das Frühstück war erstaunlich gut mit Pfannkuchen, Croissant und Joghurt mit Früchten und Granola.

Flughafen Dubai

Wir landeten pünktlich und waren froh, als wir entdeckten, dass wir sowohl an den A-Gates angekommen waren als auch wieder abfliegen sollten.

Sicherheitskontrolle

Auf dem Weg mussten wir nur durch eine Sicherheitskontrolle, die uns schon gerade wieder reichte. Überall waren Schilder, dass Flüssigkeiten über 100 ml verboten seien und man alle elektronischen Geräte auspacken müsse. Nachdem wir die Flüssigkeiten fast alle weggeschüttet hatten, winkte uns eine Dame zu sich. Ich sollte mein Zeug in eine Box legen. Natürlich fragte ich nochmal, was mit meiner noch vollen Wasserflasche sei. Das gefiel ihr nicht, weil sie mit dem Herwinken ja schon bestätigt hätte, dass ich die Flasche so mitnehmen könne. Man könnte auch einfach was sagen, statt nur zu winken. Und auch, dass ich nach meinem Laptop fragte, war ihr nicht Recht. Woanders bekommt man zu Recht Ärger, wenn man was nicht auspackt, was ausgepackt werden sollte. Hier wird gemeckert, wenn man das tut, was auf den Schildern steht.

Boarding

An unserem Gate war noch der vorherige Flug ausgeschrieben, als wir ankamen. Ca. eine Stunde vor Abflug wurde dann unser Flug angezeigt. An einem ersten Schalter wurden unsere Pässe kontrolliert, direkt dahinter nochmal die Pässe und zusätzlich die Bordkarten. Ich wurde erst durchgewunken und, als ich schon ein paar Schritte weg war, doch nochmal zurückgerufen.

Man zeigte mir ein Bild meines aufgegebenen Gepäckstücks und fragte, ob das meins sei. Mir fiel direkt auf, dass das Tag am Griff fehlte. Offensichtlich hatte das jemand abgerissen. Bei der Gepäckabgabe in Sydney hatte ich wie immer genau zugeschaut, dass die richtigen Flughäfen auf dem Tag standen und es ordentlich befestigt wurde. Zum Glück war der Aufkleber noch auf der Tasche. Sonst hätte ich mein Moto Tag direkt auf der ersten Reise vermutlich zum ersten Mal gebraucht, um meine Tasche wiederzufinden. Nachdem ich bestätigt hatte, dass es sich um mein Gepäck handelt, durfte ich weiter. Mehr Informationen bekam ich nicht. Ich hoffte einfach nur, dass das Foto aus Dubai war und nicht von irgendwo anders. Ich hatte nämlich leider zu dem Zeitpunkt schon kein Flughafen WLAN mehr und konnte nicht prüfen, wo mein Moto Tag war. Zuvor hatte ich durch die Übermüdung gar nicht daran gedacht mal zu schauen.

Wir gelangten zu einem Bus und wurden zum Flugzeug gefahren. Insgesamt dauerte das Boarding endlos. Wir waren in einem der ersten Busse und es kamen mit großen Abständen immer noch mehr nach. Das war kein Wunder bei einem so großen Flugzeug.

Flug Dubai – Frankfurt

Wir starteten daher auch mit einer kleinen Verspätung. Dafür wurde aber direkt eine deutlich kürzere Flugzeit angekündigt als in unserer Buchung angegeben. Interessant war übrigens auf all unseren Emirates Flügen immer die Ansage zu Beginn, aus wie vielen unterschiedlichen Nationen das Personal kommt und wie viele Sprachen man spricht. Meist lagen beide Zahlen um die 20. Das Essen war wieder in Ordnung. Bei einer Mahlzeit konnten wir bei der Ausgabe sogar mal Effizienz kombiniert mit Freundlichkeit beobachten. Die Flugbegleiterin hatte auf ihrem Schildchen etwas mit „Chief“ stehen. Es scheint also bei Emirates doch auch ein paar gute Leute zu geben. Durch die verkürzte Flugzeit kamen wir zu früh in Frankfurt an. Unser Kapitän kündigte zunächst an, dass wir noch etwas kreisen müssten. Das blieb uns dann aber doch erspart.

Flughafen Frankfurt

Diesmal mussten wir nicht Bus fahren und waren nach der Passkontrolle schnell am Gepäckband. Dort mussten wir eine ganze Weile warten. Als meine Tasche auf dem Band auftauchte, war ich sehr erleichtert. Man hatte ihr ein neues Tag verpasst.

Diesmal nutzten wir die SkyLine-Bahn um vom Terminal 2 zum Terminal 1 zu kommen und gingen dann zum Bahnhof. Wir lagen noch gut in der Zeit für den herausgesuchten Zug.

Bahn

Die Fahrt im ICE nach Mannheim war angenehm. Wir fanden sogar Sitzplätze. Ab Mannheim wurde es dann richtig ungemütlich. Der RE war mal wieder total überfüllt. Wir bekamen wenigstens noch Sitzplätze auf Klappsitzen. Viele andere mussten stehen. Und an den ersten Bahnhöfen wurde es nicht besser, sondern noch schlimmer. In Kaiserslautern gab es dann noch Stress und Verzögerung, weil einige Fußballfans der Meinung waren noch in den Zug zu passen, wenn andere Leute weiter durchgehen würden. Dadurch waren die Türen eine Zeit lang blockiert und wir konnten nicht weiterfahren.

Einen Schaffner sahen wir übrigens die gesamte Fahrt über nicht. Einige Jugendliche erlaubten sich E-Zigaretten zu rauchen und sich über andere Fahrgäste, die keine Sitzplätze hatten, lustig zu machen. So etwas haben wir so gar nicht vermisst die letzten Wochen. Das Wetter passte sich der Stimmung im Zug auch perfekt an. In Frankfurt hatten wir zwar Minusgrade, aber Sonne. Auf der Zugfahrt wurde es immer grauer, teilweise regnete oder schneite es. Wir waren froh, als wir in Saarbrücken ankamen, vom Bahnhof abgeholt wurden und dann nach 42 Stunden unterwegs endlich zu Hause waren.

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