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Bahnfahrt

Nachdem die Sanierungen auf der Bahnstrecke von Mannheim nach Frankfurt abgeschlossen sind, konnten wir bequem mit zwei ICEs zum Flughafen nach Frankfurt fahren und mussten uns nicht den RE über Mainz antun. Der erste ICE war nicht besonders voll und wir konnten problemlos freie Sitzplätze finden. Dafür war der zweite dann total überfüllt. Auf der Strecke hatten wir das schon öfter. Heute kam noch dazu, dass der ICE nach Berlin ausgefallen ist und dessen Fahrgäste auch mit uns in den ICE nach Hamburg geschickt wurden. Gut, dass die Fahrt von Mannheim zum Flughafen nur gut 30 Minuten dauert. Das war stehend noch so gerade zu ertragen.

Flughafen Frankfurt

Am Flughafen deckten wir uns noch bei REWE mit etwas Proviant ein. Anschließend fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttlebus zum Terminal 2. Die Fahrt war nicht besonders angenehm, da wir stehen mussten. Fürs nächste Mal sollten wir nochmal recherchieren, wo genau die SkyLine-Bahn abfährt und ob sie kostenpflichtig ist.

Gepäckabgabe

Bei der Gepäckabgabe wurde dann tatsächlich zum ersten Mal überhaupt unser Handgepäck gewogen. Ich hatte schon gelesen, dass Emirates da sehr pingelig ist. Und wir durften nur 7 kg mitnehmen. Ich packte schnell meine Trinkflasche und mein Essen aus dem Rucksack und stellte ihn dann absichtlich etwas seitlich auf die Waage. Ich konnte die Anzeige nicht sehen. Daher weiß ich nicht, ob tatsächlich ein Gewicht unter 7 kg angezeigt wurde oder ob die Dame am Schalter ein Auge zugedrückt hat. Wir hätten im Notfall aber noch anders verteilen können.

Mein Rucksack wiegt leider etwas mehr als 7 kg, weil ich den Laptop und die Kamera drin hab. Essen und Getränke zähle ich, ehrlich gesagt, nicht mit, wenn man unterwegs so schlecht versorgt wird. Einen Satz Notfallklamotten (Shorts, T-Shirt, Unterwäsche) braucht man ja leider auch so oft wie aufgegebenes Gepäck nicht pünktlich ankommt und auch für kleine Missgeschicke. Auf dem zweiten Flug wurde ich darin wieder bestätigt, als eine Flugbegleiterin mir einen Becher Wasser übergekippt hat. Wäre das Kaffee gewesen, wäre ich froh über die Ersatzklamotten gewesen.

Sicherheitskontrolle

Nach der Gepäckabgabe ging es dann zur Sicherheitskontrolle. Dort gerieten wir an eine sehr nette Dame. Ich fragte sie, ob ich Getränke mitnehmen darf und ob ich die ganze Technik auspacken muss. Im Terminal 1 ist das ja endlich nicht mehr nötig. Sie meinte dann mit einem Lächeln und Augenzwinkern, dass bei IHR alles ausgepackt werden müsse und Getränke verboten seien. Ich war ihr sehr dankbar für den indirekten Tipp zu einem anderen Scanner ein paar Meter entfernt zu gehen.

Als wir durch waren und uns kurz umgeschaut hatten, war ich ihr sogar noch dankbarer. Nach der Kontrolle gab es nämlich weder Wasserspender noch Getränkeautomaten. Im Vergleich zu Terminal 1 kommt man sich in Terminal 2 echt um Jahre zurück versetzt vor. Zu unserem Gate konnten wir nicht direkt. Davor gab es nochmal eine Kontrolle, die noch nicht besetzt war. Als sie öffnete, gingen wir durch zu unserem Wartebereich. Ein Flugzeug war noch nicht zu sehen. Der Flieger kam auch schon aus Dubai und landete mit Verspätung.

Flug Frankfurt – Dubai

Unser Boarding wurde immer wieder verschoben. Im Endeffekt starteten wir mit 45 Minuten Verspätung. Wir machten uns schon leichte Sorgen um unseren Anschluss. Wir hatten nur 2,5 Stunden in Dubai. Da Emirates die Verbindung so anbot, hatten wir das gewagt. So ganz geheuer war uns das von vornherein nicht. Unterwegs holten wir die Verspätung wieder auf und landeten am Ende doch pünktlich in Dubai. Der Flug selbst war auch ganz angenehm. Die Beinfreiheit war in Ordnung und das Essen sogar etwas besser als befürchtet. Als wir im Vorfeld online einen Blick in die Speisekarte geworfen hatten, waren wir nicht besonders optimistisch.

Flughafen Dubai

Sicherheitskontrolle 1

Nachdem wir in Dubai das Flugzeug verlassen hatten, gerieten wir direkt in eine Sicherheitskontrolle. Das war ziemlich chaotisch, da es keine Infos gab, was genau kontrolliert wird und was ausgepackt werden muss. Ich hatte z.B. noch meine Powerbank in der Tasche meines Fleecepullis, da man die bei Emirates nicht mehr im Staufach über den Sitzen transportieren darf. Und meine Kopfhörer waren in meiner Hosentasche. Ich stopfte schnell alles aus meinen Hosentaschen in den Fleece und legte ihn mit dem Rucksack aufs Band. Das war anscheinend in Ordnung. Auspacken sollte ich nichts.

Sicherheitskontrolle 2

Nach der Kontrolle mussten wir zunächst eine Anzeigetafel für die Abflüge suchen. Auf der Bordkarte war das Gate nämlich noch nicht aufgedruckt und in der Emirates App stand es auch nicht. Die erste Tafel war gut versteckt, aber wir fanden sie und stellten fest, dass wir von den C-Gates zu den A-Gates mussten. Beide gehören zum gleichen Terminal, sind aber weit voneinander entfernt. Die Schilder führten uns zu einer erneuten Sicherheitskontrolle und dann zu einem Bus.

Bus von C-Gates zu A-Gates

Dort wo der Bus abfahren sollte, wurden wir dann zurück geschickt, weil der aktuelle Bus voll war und eine Weile keiner kommen sollte. Der Herr meinte, alle mit einer Verbindung unter vier bis fünf Stunden würden ihren Anschluss verpassen, wenn sie hier warten würden. Er forderte uns auf zu den B-Gates zu gehen und von dort einen Bus zu nehmen. Also gingen wir und viele andere zurück zur Sicherheitskontrolle.

Dort wurden wir dann gestoppt, weil sich ein Mitarbeiter über die vielen Menschen wunderte, die plötzlich wieder zurück wollten. Nachdem wir ihm erklärt hatten, dass wir an der Bushaltestelle zurück geschickt worden waren, war er stinksauer auf seinen Kollegen und ging mit uns zu ihm zurück.

Die beiden konnten sich nicht wirklich einigen, aber der Herr von der Sicherheitskontrolle setzte sich durch und wir blieben an der Bushaltestelle stehen ohne zu wissen, wann jetzt ein Bus kommen würde. Nach einer Weile kam dann zum Glück einer und wir fuhren ziemlich endlos im Schneckentempo über das Flughafengelände zu den A-Gates.

Sicherheitskontrolle 3

Dort angekommen machten wir uns schnell auf zu unserem Gate. Auf dem Weg befand sich die nächste Sicherheitskontrolle. Hier war das Gepäck auch egal, aber wir wurden genauer geprüft. Bei mir hat es zum Glück nicht gepiepst.

Sicherheitskontrolle 4

Kurz vorm Gate füllten wir noch unsere Wasserflaschen auf, um dann am Gate von einer vierten Sicherheitskontrolle überrascht zu werden. Kommuniziert wurde dort fast gar nicht. Wir wurden nur aufgefordert unser Wasser wegzuschütten und man warf einen flüchtigen Blick in unsere Rucksäcke. Wir waren froh, dass es danach nochmal einen Wasserspender gab, um die Flaschen erneut zu füllen. Anschließend konnten wir direkt weiter ins Flugzeug gehen. So lange hatte das ganze Theater gedauert.

Flug Dubai – Sydney

Das Flugzeug war etwas anders aufgebaut als das erste , obwohl beide Maschinen vom Typ A380 waren. Für meine Beine war das zweite besser. Ich konnte zum ersten Mal seit Jahren ein Bein unter den Vordersitz strecken. Meist scheitert das an Abständen und Winkeln. Beim zweiten Bein war etwas im Weg, ich vermute die Schwimmweste. Das war aber nicht schlimm, weil auf der Seite der Gang war. Dafür gab es aber keine Möglichkeit am Vordersitz etwas aufzuhängen. Und die Sitztasche war mini klein. Da ging noch nicht mal eine super kleine Wasserflasche rein, die wir zum Essen bekamen.

Das Essen auf diesem Flug war nicht so mein Fall, aber wir hatten noch genug dabei. Auf beiden Flügen waren wir übrigens überrascht, wie langsam und unorganisiert die Essensausgabe und alle anderen Aktionen erfolgten. Eingespielt schien das nicht zu sein. Deshalb dauerte auch alles ewig, was von unserer Schlafenszeit abging. Bei über 13 Stunden Flugzeit blieb aber genug Zeit übrig.

Flughafen Sydney

Auch in Sydney landeten wir wieder pünktlich. Und gleich auf den ersten Schritten fühlten wir uns willkommen. An jeder Ecke stand eine freundliche und hilfsbereite Person. Nach den Erfahrungen ein paar Stunden zuvor in Dubai war das ein schönes Gefühl.

Die Passkontrolle war dank SmartGates im Null­kom­ma­nichts erledigt. Nur schade, dass es keinen Stempel gab. Ich hatte noch gelesen, dass hinter der Kontrolle jemand mit einem Stempel sitzen soll, konnte aber niemanden entdecken. Und nach so einem langen Flug und gegen 23 Uhr Ortszeit hatten wir keine Lust mehr zu suchen oder fragen. Die Biosecurity war auch schnell durch. Nach ein paar kurzen Fragen zu unseren deklarierten Punkten wurden wir ohne weitere Kontrolle durchgewunken.

Leider waren wir drei Minuten zu spät dran, um den letzten Hotelshuttle zu erwischen. So mussten wir uns ein Taxi nehmen. Im Hotel angekommen duschten wir noch schnell und fielen dann todmüde ins Bett.

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