Unser Wecker klingelte heute sehr früh, da es mit dem Flugzeug weiter nach Alice Springs ging. Für ein Frühstück im Hotel waren wir zu früh dran. Wir hätten ein Frühstückspaket bekommen können, aber darauf verzichteten wir. Wir hatten uns gestern ein paar Schokobrötchen besorgt. Zum Domestic Airport kann man vom Hotel laufen. Mit Reisetaschen auf dem Rücken und Rucksack vorne gingen wir los. Am Flughafen waren wir relativ schnell, aber der Weg bis ins Terminal zog sich dann doch noch.
Flughafen Sydney
Unser Gepäck konnten wir am Automaten abgeben und dann ohne Wartezeit und ohne Auspacken von elektronischen Geräten oder Flüssigkeiten durch die Sicherheitskontrolle gehen. Wenn das nur immer so einfach wäre. Bis unser Gate angezeigt wurde, erkundeten wir ein bisschen den Flughafen und fanden noch ein zweites kleines Frühstück.
Das Boarding startete pünktlich und wir waren ausnahmsweise mal nicht in der letzten Gruppe, sondern in der ersten nach dem Priority Boarding. Vermutlich, weil wir fast ganz hinten saßen. Für uns ging es dann auch nicht durch den Tunnel, sondern eine Treppe hinunter und anschließend übers Rollfeld durch den hinteren Eingang ins Flugzeug.
Flug Sydney – Alice Springs
Der Flug war nicht ausgebucht und wir hatten jeweils eine 3er Reihe für uns alleine. In einem voll besetzten Flieger wäre die Beinfreiheit wieder sehr knapp gewesen, so war es aber angenehm. Und auch sonst können wir uns nicht beschweren. Bei der Buchung wurde uns angezeigt, dass es keine Verpflegung gibt. Es gab aber doch eine Kleinigkeit (Quiche mit Spinat und Kürbis) und Getränke. Und sogar für, was Essen angeht, schwierige Leute wie mich, wurde eine Lösung gefunden. Mir wurden als Alternative ein Apfel und Cracker angeboten. Der Service lief schnell und es wurde auch zügig wieder abgeräumt. Danach wurden wir in Ruhe gelassen. Die erste Zeit flogen wir noch über Wolken. Nach und nach kam aber immer mehr endlose rote Weite zum Vorschein.
Flughafen Alice Springs
Nach der Landung in Alice Springs durften wir einfach zu Fuß ins Terminal laufen. Der Flughafen ist schön klein. Nach wenigen Schritten waren wir schon am Gepäckband. Dort musste ich erst mal meine Tasche „verteidigen“. Ein Landsmann hatte sie vom Band geholt, weil er die gleiche hatte und noch nie jemanden mit diese Tasche gesehen hatte. Er war gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Tasche jemand anderem gehören könnte. Am Ende hatten dann vier Personen die gleiche Tasche.
Shuttlebus
Nachdem wir die Taschen aussortiert hatten, prüften wir in der Uber App, ob eine Fahrt zu unserer Wohnmobilvermietung Maui angeboten wird. Leider war dem nicht so. Unser nächster Versuch war ein Hotel Shuttle. Die Dame meinte sofort, es sei kein Problem und sie habe sogar schon vier andere Personen im Bus sitzen, die ebenfalls zu Maui wollten. Als der Bus voll war, fuhren wir los und nach einer kleinen Rundfahrt durch Alice Springs erreichten wir Maui. Wir bekamen unser Gepäck als erstes und standen daher bei Maui auch vorne in der Schlange.
Abholung Wohnmobil
Das war auch gut so, denn die Übergabe dauerte ziemlich lange. Zunächst mussten wir einige Minuten warten, bis überhaupt jemand kam. Nachdem der Papierkram erledigt war, ging die Dame von Maui mit uns nach draußen auf den Parkplatz. Beim Aussteigen aus dem Shuttlebus war mir ein Wohnmobil negativ aufgefallen und ich hatte von der Größe her schon befürchtet, dass es unseres sein könnte. Leider bestätigte sich das nun. Das Fahrzeug selbst war grau lackiert und der Aufbau war wie üblich weiß. Eigentlich war mein Plan auf dieser Reise wieder ein paar schöne Bilder von unserem Wohnmobil in spektakulären Landschaften zu machen. Das konnte ich schon gleich von meiner Liste streichen. Mir kam das Grau auch seltsam vor. Auf der Website hatten wir noch nie eine solche Farbe gesehen und die Kombination mit dem weißen Aufbau wirkte auch irgendwie zusammen gebastelt.
Natürlich war auch diesmal wieder nicht alles in Ordnung am Wohnmobil. Die Trittstufe ließ sich nicht herausfahren. Deshalb bekamen wir eine kleine Plastik-Trittstufe. Aus den fehlenden Bettlaken in den USA haben wir gelernt. Zählen scheint echt schwierig zu sein. Auch diesmal hatten wir nur ein Bettlaken. Hoffentlich haben wir sonst nichts übersehen. Mit solchen Übergaben haben wir ja inzwischen etwas Übung und deshalb vor Ort noch vieles ausprobiert, was irgendwann schon mal kaputt war. Fotos und Videos von außen zu Dokumentationszwecken haben wir natürlich wie immer auch ausführlich gemacht.
Einkauf
Anschließend fuhren wir zum Supermarkt. Es gibt in Alice Springs zwar auch Geschäfte der großen Ketten Coles und Woolworths, aber die Dame von Maui bestätigte, was wir nach dem Studium von Satellitenaufnahmen schon befürchtet hatten, dass man dort mit einem Wohnmobil nur schlecht parken kann. Deshalb folgten wir ihrer Empfehlung und fuhren zum kleineren IGA. Für den Einkaufswagen brauchten wir eine Dollarmünze. Da wir bisher nur Scheine hatten, wollten wir an der Kasse wechseln. Das war aber gar nicht nötig, da die Kassiererin so nett war uns einfach einen Dollar in die Hand zu drücken. Natürlich haben wir ihr den Dollar nach dem Einkauf zurückgegeben. Die meisten Dinge von unserer Liste konnten wir tatsächlich im IGA finden. Dieser Großeinkauf muss jetzt die ersten Tage reichen.
Campingplatz Alice Springs
Bis wir am Campingplatz ankamen, war es bereits 16 Uhr. Unser Platz ist ganz ordentlich und auch die Sanitäranlagen sind in Ordnung. Um uns herum sind viele Plätze leer. Das kann gerne so bleiben. Bis wir uns eingerichtet hatten, war schon Kochzeit. Schuld daran war hauptsächlich die fehlende Sauberkeit im Wohnmobil. Wir haben erst mal alle Flächen und Schränke gewischt und das Geschirr komplett gespült.




