Als erstes führte uns unser Weg heute zu den Peron Dunes. Auch hier hatten wir ziemlich recherchiert, um herauszufinden, wo man sie am besten erreicht und wo man ein Wohnmobil parkt.
Peron Dunes
Unser Plan ging auf. Wir konnten dort parken, wo wir es uns vorgenommen hatten, und nach einem kleinen Stück Fußweg auf einem Pfad kamen wir oben auf den Dünen heraus. Wir waren heute Morgen die Ersten hier, d.h. es gab noch nirgends Fußspuren im Sand. Die von gestern hatte der Wind über Nacht verweht.
Wir liefen eine Weile auf den Dünen herum. Das ging erstaunlich gut, da man gar nicht so tief einsackte wie sonst oft im Sand. In der Little Sahara vor einigen Tagen war es viel anstrengender. Und die Dünen in Namibia in der Namib haben wir auch anstrengender in Erinnerung. Als wir uns gerade auf den Rückweg machen wollten, kamen noch zwei Personen an. Sonst trafen wir niemanden.
Bicheno
Das nächste Tagesziel war Bicheno. Wir wollten den National Whale Trail gehen und uns das Blowhole anschauen. Von beidem versprachen wir uns nicht allzu viel, aber da Bicheno auf dem Weg lag, gaben wir ihm eine Chance.
Wale an Peggy’s Point
Der Trail startete recht langweilig und Wale waren keine zu sehen.
Wir hatten zwar gelesen, dass Wale zu dieser Jahreszeit hier vorbei schwimmen, glaubten aber nicht, dass man sie so gut und zuverlässig sehen kann wie in Südafrika in der Gegend um Hermanus. Als wir schon gar nicht mehr an Wale dachten, entdeckte ich plötzlich einen. Er tauchte direkt wieder ab, aber kurz darauf noch ein paar Mal auf. Ein zweiter Wal war ganz in der Nähe. Gut, dass ich ein paar Minuten vorher die Kamera aus dem Rucksack genommen hatte, um ein einige Landschaftsbilder zu machen. Sonst hätte ich die Wale vermutlich verpasst.
Nach ein paar Mal Auftauchen tauchten die beiden ab und wir sahen sie nicht wieder. Vermutlich waren sie aus unserem Blickfeld hinter einer Insel verschwunden. Das passte zumindest zu ihrer bisherigen Bewegungsrichtung. Wir setzten uns auf die Felsen und suchten noch eine Weile erfolglos das Meer nach weiteren Walen ab. Nachdem ich mir die Fotos etwas genauer angeschaut und ein bisschen recherchiert habe, gehe ich davon aus, dass es sich um Buckelwale handelt.
Blowhole
Da das Blowhole gar nicht so weit entfernt war, beschlossen wir an der Küste entlang weiter zu gehen und nicht umzukehren und umzuparken. Auch das Blowhole überraschte uns positiv. Immer wieder wurde eine ordentliche Fontäne hinaus gesprüht. Fotos und Videos waren zeitweise etwas schwierig, da wir hier nicht alleine waren und einige Personen sich immer wieder nah an das Blowhole stellten.
Auf dem letzten Bild hilft die Möwe vorne in der Mitte ganz gut die Größe einzuschätzen. Nachdem wir doch einige Bilder hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Auch hier wachsen auf einigen der Felsen orangefarbene Flechten.
Auf dem letzten Stück, wo zuvor die Wale aufgetaucht waren, hatten wir immer abwechselnd die Augen vor unseren Füßen um nicht zu stolpern und auf dem Meer. Wale fanden wir aber keine mehr. Auf dem Parkplatz aßen wir noch zu Mittag und fuhren dann zu unserem nächsten Campingplatz in Coles Bay direkt am Freycinet National Park.
Campingplatz
Der Weg auf unseren Stellplatz forderte unser Wohnmobil mehr als jede Schotterpiste. Wie man einen Campingplatz mit solchen Schlaglöchern und sonstigen Unebenheiten betreiben kann, ist uns schleierhaft. Direkt an unserem Stellplatz fuhren wir uns an Unebenheiten so fest, dass wir vorwärts nicht mehr weiter kamen. Rückwärts klappte es dann zum Glück. Obwohl wir im Schneckentempo fuhren, hatten wir das Gefühl, dass unser armes Wohnmobil gleich komplett auseinander fällt. Es krachte und ächzte überall. Wenn wir das geahnt hätten, hätten wir den Platz nicht erst begutachtet, sondern wären nach dem Check-in direkt weiter gefahren. Aber wer ahnt denn so etwas in einer zivilisierten Gegend? Wir sind hier nicht mitten in den Bergen oder so.
Unser Stellplatz selbst ist gar nicht so schlecht. Er liegt viel höher als die meisten anderen. Durch die Bretterwand sehen wir die anderen Camper weiter unten kaum und darüber haben wir sogar etwas Meerblick. Links und rechts trennen uns Bäume und Hecken von den Nachbarn.
Freycinet National Park
Eigentlich hatten wir für heute keine weiteren Programmpunkte mehr, aber da es noch recht früh und sonnig war, beschlossen wir mitzunehmen, was wir bekommen konnten. Morgen wollen wir im Freycinet National Park eine längere Wanderung machen. Zum Hauptaussichtspunkt kann man aber auch einfach nur hin und zurück wandern. Das wollten wir heute noch machen, um den Punkt auf jeden Fall bei gutem Wetter zu erwischen. Da wir einen Pass für alle tasmanischen Nationalparks haben, konnten wir am Visitor Centre direkt vorbeifahren. Das letzte Stück war sehr kurvig und eng. Gut, dass man hier nur 40 km/h fahren darf. Auf dem Parkplatz gibt es extra Parkplätze für lange Fahrzeuge, nur leider sind die meisten so klein, dass selbst relativ kurze Wohnmobile wie unseres herausragen.
Coles Bay Lookout
Zum Wineglass Bay Lookout führen auf dem ersten Stück zwei Wege. Mein gpx-Track für die morgige Wanderung läuft über den linken Weg. Da vor Ort der rechte ausgeschildert ist, wählten wir diesen. Um diese Tageszeit war auch nicht mehr allzu viel los. Der Weg führte zunächst durch den Wald bergauf. Nach den ersten Stufen wurde es etwas offener und wir kamen zum Coles Bay Lookout.
Die Aussicht war ganz nett, aber da wir wussten, dass uns auf der anderen Seite noch etwas viel Besseres erwarten würde, gingen wir schnell weiter. Als sich die beiden Wege wieder trafen, folgten eine Menge weitere Stufen. Am Campingplatz hatte man etwas von 200 Stufen gesagt. Wir haben mehr gezählt. Vielleicht zählen nur die von diesem letzten Stück. Dann könnte die Zahl ungefähr stimmen.
Wineglass Bay Lookout
Oben angekommen wurden wir nicht enttäuscht. Die Aussicht auf die Wineglass Bay ist wirklich toll.
Vom Mount Amos soll sie noch besser sein, aber das wäre eine längere Wanderung mit Kraxelei. Das passt nicht mehr in unseren Zeitplan und wir waren uns auch nicht sicher, wie schwer sie wirklich ist. Auf dem Rückweg über den Alternativweg, der für den Abstieg ausgeschildert ist, sahen wir an der Abzweigung zum Mount Amos Warnschilder. Ich habe das Gefühl, dass man da übervorsichtig ist.
Uns gefiel der Weg vom Hinweg besser, weshalb wir diesen morgen wählen werden. Unsere Rucksäcke sind schon gepackt, damit wir nach dem Frühstück direkt los können.


















