Da wir heute eine längere Wanderung geplant hatten, beeilten wir uns nach dem Frühstück los zu kommen. Die Wanderung soll offiziell fünf Stunden dauern. Meist brauchen wir länger als die angegebenen Zeiten, weil wir so viele Fotostopps machen und uns auch sonst Zeit lassen. Hier in Australien waren wir jetzt aber trotz Bummelei oft sehr nah an den angegebenen Zeiten oder sogar darunter.
Wineglass Bay Lookout
Auf dem Parkplatz war noch nicht viel los. Den ersten Teil des Weges bis zum Wineglass Bay Lookout kannten wir ja schon. Kurz vor dem Lookout konnte ich nicht an einer schönen Bank vorbeigehen ohne kurz Probe zu liegen.
Am Lookout gönnten wir uns nochmal einige Minuten, obwohl wir ja gestern schon dort waren.
Wineglass Bay
Danach ging es steil bergab zur Wineglass Bay. Unten angekommen war leider schon eine Person vor uns und stand uns ständig im Bild herum. Der Typ flog erst mit seiner Drohne, was meines Wissens nach in den tasmanischen Nationalparks und damit auch an der Wineglass Bay verboten ist, und machte dann noch Yoga mitten auf dem Strand. Kurz nach uns kamen zwei Damen, die sahen, dass ich am Fotografieren war, und erst fragten, bevor sie weiter in meine Fotorichtung liefen. Das fand ich super nett von ihnen!
Wir ließen es uns nicht nehmen kurz die Schuhe auszuziehen und etwas im Wasser herum zu laufen. Zum Baden war es uns zu kalt, obwohl wir ja niedrige Wassertemperaturen aus Schweden gewohnt sind. Aus Interesse haben wir mal gegoogelt und 14 °C als aktuelle Wassertemperatur hier gefunden.
Irgendwann mussten wir dann leider aufbrechen, da wir erst etwas mehr als ein Viertel unserer Wanderstrecke zurückgelegt hatten. Auf dem nächsten Stück querten wir auf dem Isthmus Track im Wald die Landenge. Unterwegs sahen wir erst ein Wallaby und dann das hintere Ende einer Schlange im Gebüsch verschwinden. Um welche Art von Schlange es sich handelte, konnten wir so schnell nicht erkennen. Aber sie war deutlich größer als die sehr kleine Schlange in den Grampians.
Hazards Beach
Auf der anderen Seite kamen wir am Hazards Beach wieder heraus. Der Strand ist auch schön, aber nicht ganz so paradiesisch wie der Wineglass Bay Beach.
Der Weg führte ein Stück den Strand entlang. Am Ende bog er in den Wald ab. Wir ahnten, dass es vielleicht keine guten Picknickplätze mehr gehen könnte und machten deshalb auf den Felsen am Ende des Strandes noch ein Päuschen.
Auf den nächsten paar hundert Metern läuft man im Wald an ein paar kleinen sehr schönen Buchten vorbei. Zu einem der Strände gingen wir kurz hinunter.
Danach verläuft der Weg deutlich höher. Teilweise ist man im Wald und sieht gar nichts, teilweise wird es etwas offener und man schaut auf die Coles Bay. Wir fanden, dass sich dieser Teil sehr zog. Nachdem man zuvor mit so spektakulären Aussichten verwöhnt wurde, wird es hier doch ziemlich langweilig. Dafür ließ sich der Weg aber deutlich besser gehen, als wir nach unseren Recherchen erwartet hatten. Trotzdem waren wir froh nach 13,2 km laut unserem Tracking und 11,6 km nach offiziellen Angaben wieder am Parkplatz zu sein. Und wir lagen trotz der langen Pausen vor allem am Wineglass Bay Beach mit 5:20 Stunden nur 20 Minuten über der angegebenen Zeit.
Cape Tourville
Da es noch recht früh war, beschlossen wir dem gestrigen Rat des Herrn an der Rezeption unseres Campingplatzes zu folgen. Er meinte am Cape Tourville Leuchtturm habe man bei guter Sicht eine schöne Aussicht. Wir machten schnell eine Google Bildersuche und stimmten ihm zu. Das war uns die extra Kilometer auf kleinen kurvigen Straßen wert. Um den Leuchtturm herum führt ein kurzer Weg. Der Blick Richtung Wineglass Bay ist wirklich sehr schön.
Auf der anderen Seite schaut man auf kleine Inseln, die Nuggets.
Mit viel Glück kann man wohl manchmal Wale oder Delfine sehen. Heute hatten wir aber keins. Wir fuhren zurück zum Campingplatz und begannen etwas aufzuräumen in unserem Wohnmobil, da wir es morgen zurückgeben müssen.













