Du betrachtest gerade Australien 2025 Tag 26: Coles Bay – Hobart
Unser Wohnmobil

Heute stellten wir uns mal keinen frühen Wecker, sondern nur einen zur Sicherheit auf 8 Uhr. Wir wachten aber, wie erwartet, früher auf. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen, räumten das Wohnmobil auf und putzten etwas. Wir werden das Wohnmobil auf jeden Fall sauberer zurückgeben, als wir es erhalten haben. Außerdem leerten wir noch Abwasser und füllten Frischwasser auf. Pünktlich zur Check-out Zeit um 10 Uhr verließen wir den Campingplatz.

Die Fahrt nach Hobart zog sich noch ziemlich, obwohl wir die meiste Zeit auf einer A-Straße unterwegs waren. Die A-Straßen hier auf Tasmanien sind meist in einem deutlich schlechteren Zustand als diejenigen, die wir auf dem Festland kennengelernt hatten. Hier fehlt sehr oft die linke Fahrbahnmarkierung, der Rand des Asphalts ist abgebröckelt, sodass die Straße noch schmäler wird, es gibt viele Schlaglöcher und andere Unebenheiten und die Kurven sind mit 35 bis 40 km/h ausgeschildert. Das ist besser als 15 km/h bei einigen Kurven auf C-Straßen, aber schnell voran kommt man so nicht.

Zum Mittagessen hatten wir Brote geschmiert, um nicht mehr abwaschen zu müssen. Wir fanden einen schönen Parkplatz direkt am Meer.

Campingplatz

In Hobart tankten wir und fuhren dann zu unserem Campingplatz, auf dem wir eine Cabin für die letzte Nacht gebucht hatten. Wir hatten extra vor ein paar Tagen dort angerufen, um zu klären, dass wir unser Wohnmobil kurz an der Cabin parken können, um auszuladen, dass wir noch unsere WC-Kassette leeren dürfen, obwohl wir ja keinen Stellplatz gebucht haben und dass wir Gas auffüllen können. Deshalb waren wir ziemlich sauer, als das mit dem Gas plötzlich doch nicht ging. Es geht wohl manchmal und manchmal nicht. Aber warum hat man uns das bei dem Anruf nicht gesagt? Immerhin nannte man uns einen Campingladen 5 Minuten entfernt, wo man seine Gasflasche auffüllen lassen kann. Und obwohl wir etwas vor der offiziellen Check-in Zeit ankamen, sorgte man dafür, dass wir schon in unsere Cabin konnten. Nachdem wir alles ausgepackt und die WC-Kassette geleert hatten, machten wir noch schnell ein paar Bilder von der Inneneinrichtung unseres Wohnmobils.

Gasflasche

Anschließend fuhren wir zu dem Campingladen. Vor der Tür standen schon zwei Herren an Gastanks mit einer Gasflasche neben sich. Wir sprachen sie an, ob sie auf eine Befüllung warteten. Es waren Locals, die sich auskannten. Sie erklärten uns, dass sie schon fertig seien und wir mit der Gasflasche in den Laden müssten, weil dort irgendeine Nummer registriert wird, bevor die Flasche draußen gefüllt wird.

Wir erlebten auch wieder die große Hilfsbereitschaft der Australier, als sie uns zeigten, was wir alles zudrehen und abschrauben müssen, um die Gasflasche aus dem Wohnmobil nehmen zu können. Bisher mussten wir uns darum bei unseren Wohnmobilmieten nie kümmern. Das machte immer alles das Personal der Tankstelle oder des Campingplatzes. Und bei der Einführung in Alice Springs hatte man uns auch nur schnell gezeigt, wo die Gasflasche überhaupt ist und wie man sie auf und zu schraubt. Von Ausbau war dort keine Rede. Das Personal in dem Campingladen darf nicht dabei helfen die Gasflaschen aus dem Fahrzeug oder wieder zurück hinein zu befördern. Dafür haben sie extra ganz große Schilder. Gut, dass die zwei netten Camper gerade da waren.

Wir schleppten die Flasche dann in den Laden. Ein Kassierer notierte eine Nummer und kassierte. Wir waren etwas irritiert, da er ja noch gar nicht wissen konnte, wie viel Gas er auffüllen würde. Er erklärte uns dann aber, dass es ein Pauschalpreis sei. Auch das kennen wir anders. 24,99 AUD war jetzt nicht schlimm, aber wir sind vermutlich schlecht weggekommen, da wir gar nicht viel Gas genutzt haben.

Danach schickte er uns hinaus zu den Gastanks und meinte, es würde gleich jemand kommen. Inzwischen standen schon andere Camper mit ihrer Flasche dort. Kurze Zeit später kam jemand und fing an die Flasche der anderen Camper zu befüllen. Irgendetwas ging wohl nicht so richtig. Er musste nochmal ein Werkzeug von drinnen holen. Dann klappte es aber. Danach war unsere Flasche an der Reihe. Als sie auch voll war, brachten wir sie wieder ins Wohnmobil und befestigten sie. Den offensichtlichen Anschluss schraubten wir wieder an. Die anderen Hebel ließen wir aber sicherheitshalber, wie sie waren.

Wohnmobilrückgabe

Dann fuhren wir zu Maui am Flughafen in Hobart. Die beiden Camper, deren Flasche vor unserer befüllt wurde, standen wieder vor uns in der Schlange. Sonst war aber nichts los. Wir stellten ein paar Reste wie Putzmittel, Toilettenpapier, Gewürze usw. im Regal für andere Camper ab. Dann waren wir schnell an der Reihe. Man fragte uns als erstes, wie unsere Reise war. Wir berichteten natürlich von den Problemen mit dem Wohnmobil. Der Herr, der uns abfertigte, schien nicht allzu viel Ahnung zu haben, aber eine andere Dame mischte sich ein. Sie meinte im Limp Mode könne man nur noch 30 oder 40 km/h fahren, und schloss den Limp Mode daher bei uns aus. Was dann unser Problem gewesen sein könnte, wusste sie aber auch nicht. Sie war zumindest nicht besonders glücklich damit, wie man uns trotz dieser Probleme mit dem Wohnmobil weiter geschickt hatte.

Wir erwähnten auch die nicht funktionierende Anzeige für den Füllstand des Abwassertanks. Da zuckte sie nur mit den Schultern und meinte, das sei immer so, und sie würden keine Firma finden, die ein zuverlässiges System verkauft. Wir erklärten ihr dann, dass das seltsam sei, weil wir sowohl in Neuseeland bei Maui als auch in den Wohnmobilen in den USA funktionierende Systeme hatten.

Wir bekamen noch den Preis für die Batterien ersetzt, die wir für die Fernbedienung der Klimaanlage nachkaufen mussten. Dann ging der Herr kurz mit uns ans Wohnmobil. Er fragte, ob wir Gas aufgefüllt hätten. Wir erklärten ihm, dass wir das getan hätten, aber dass die Ventile eventuell nicht in der richtigen Position seien. Er hatte keine Ahnung, wie sie sein müssen, meinte aber, das würde bei der Wartung vor der nächsten Vermietung geprüft. Er hob kurz die WC-Kassette an, um zu prüfen, ob sie leer war, und startete den Motor, um zu checken, ob der Tank voll war. Danach inspizierte er die Außenseite sehr flüchtig und machte mit einem Tablet ein paar schnelle Fotos, auf denen man sicher nicht viel erkennen kann. Ins Wohnmobil warf er nur aus der Fahrerkabine einen Blick. Hinein ging er nicht. Campingstühle und -tisch sowie Bettwäsche und Handtücher konnten wir auch einfach drin lassen. Das ging tatsächlich alles viel schneller und unkomplizierter als sonst. Sehr angenehm war auch, dass wir kein Gepäck hatten, auf das wir aufpassen mussten, da das ja alles schon in unserer Cabin war.

Campingplatz

Nachdem die Rückgabe abgehakt war, liefen wir zu Fuß zurück zum Campingplatz. Einen kleinen Umweg machten wir noch zu einem Seafood Imbiss in der Nähe, den wir uns für heute Abend herausgesucht hatten. Viel Auswahl gibt es hier nicht, aber die Karte und Bewertungen des Imbisses lesen sich gut. Wir wollten sichergehen mit den Öffnungszeiten und eventuell einen Tisch reservieren. Die Dame hinter der Theke war sehr nett, aber anscheinend neu. Wir mussten ihr erstmal die Öffnungszeiten an ihrer Tür vorlesen. Sie fragte kurz im Hintergrund nach und entschuldigte sich dann, dass wir Recht hätten und sie am Wochenende länger geöffnet hätten. Sie notierte unsere Reservierung und wir gingen zurück zum Campingplatz. Dort sortierten wir noch etwas unseren Krempel und genossen dann die letzten Sonnenstrahlen auf unserer Terrasse.

Fish and Chips

Gegen 18 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Abendessen. Der Weg ist nicht weit, aber die Straße scheint eine Abkürzung zum Flughafen zu sein und es gibt keinen Bürgersteig. Deshalb liefen wir einfach querfeldein über eine Wiese. So machten wir auch einen großen Bogen um einige sehr laut bellende Hunde, die aber zum Glück hinter Gitter waren.

Im Imbiss angekommen wurden wir zu einem Tisch geschickt. Wir dachten eigentlich, dass dann gleich jemand kommen würde, um unsere Bestellung aufzunehmen. Nach uns kamen noch Gäste, setzten sich einfach an irgendeinen Tisch, studierten kurz die Karte und gingen zur Theke, um zu bestellen. Das machte uns etwas stutzig. Dann entdeckten wir einen Aufsteller auf dem Nachbartisch, dass man alle Gerichte vorne an der Theke bestellen soll. Bei uns fehlte dieser Aufsteller.

Wir bestellten den Fisch des Tages (wir haben uns den Namen dummerweise nicht gemerkt) mit Pommes. Es dauerte ein Weilchen, bis unser Essen kam, aber es war auch einiges los. Zum vor Ort Essen gibt es nicht viele Tische, ganz viele Locals nutzten die Take-Away Möglichkeit. Das stimmte uns optimistisch, dass wir eine gute Wahl getroffen hatten. Und als unser Essen dann kam, sah es sehr gut aus und schmeckte auch lecker.

Die Pommesportion war nicht so verrückt groß wie in Port Campbell, aber völlig ausreichend und die drei Stücke Fisch waren ebenfalls mehr als genug. Voll gefuttert gingen wir zurück zum Campingplatz.

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