Heute stand ein reiner Fahrtag auf dem Plan. Von Alice Springs mussten wir zum Kings Canyon kommen. Es gibt eine nordwestliche Route, die schöner sein soll, aber die man nur mit Allradantrieb fahren darf.
Stuart Highway
Wir mussten daher die südöstliche Route über den Stuart Highway nehmen. Diesen Weg fährt man auch, wenn man zum Uluru möchte. Ein ganzes Stück vor der Abzweigung zum Kings Canyon und Uluru wollte unser Navi uns bereits vom Stuart Highway herunter schicken. Ein Schild zeigte auch Kings Canyon an. Allerdings stand direkt darunter „100 km unpaved“. Ein Wohnwagen bog genau wie wir ab und blieb ebenfalls direkt danach stehen, um die Lage zu checken. Nach kurzer Recherche waren wir uns sicher, dass wir das Navi ignorieren und noch weiter fahren müssen. Es handelte sich um die Ernest Giles Road, die zwar deutlich kürzer wäre, die wir aber nicht fahren können.
Sehr angenehm ist auf dem Stuart Highway, dass immer wieder frühzeitig angekündigte LKW-Parkstreifen und sogar schön angelegte Rastplätze mit Toiletten kommen. Die Toiletten haben wir uns nicht genauer angeschaut, da wir eine im Wohnmobil haben. Die Schattenplätze unter Bäumen haben wir aber für eine Mittagspause genutzt.
Immer wieder gab es Warnschilder vor Flooding. Kurz darauf kam dann immer in einer Senke ein weißer Markierungspfosten mit einer Skala. Diese reichte oft bis 1,40 m, teilweise aber sogar bis 2 m. Wir vermuten, dass die Straße in der Regenzeit hier oft ordentlich überschwemmt wird.
Lasseter Highway
In Ghan verließen wir den Stuart Highway und bogen auf den Lasseter Highway ab. Zu dieser Abzweigung werden wir in ein paar Tagen nach dem Besuch des Uluru zurückkommen und hier auch am Erldunda Roadhouse übernachten. Kurz danach wurde die Straße dann schmäler und die meiste Zeit fehlte die äußere Fahrbahnmarkierung. Mit einem PKW wäre das egal gewesen. Mit dem breiteren Wohnmobil mussten wir dagegen immer sehr aufpassen, vor allen wenn Gegenverkehr kam. Der Verkehr hielt sich aber insgesamt sehr in Grenzen. Wir wurden den ganzen Tag über genau zweimal überholt, mussten selbst gar nicht überholen und hatten oft minutenlang gar keinen Gegenverkehr. So konnten wir uns ganz gut an das Wohnmobil und den Linksverkehr gewöhnen.
Luritja Road
Nach einer Weile verließen wir den Lasseter Highway, der weiter zum Uluru führt, und bogen in die Luritja Road ab. Einige Kilometer weiter stießen wir auf das andere Ende der Ernest Giles Road. Wenn sie asphaltiert wäre, hätten wir wirklich einige Kilometer und viel Zeit sparen können. Am Straßenrand sahen wir ein paar tote Kängurus, eine tote Kuh und ein totes Kamel. Einige Kilometer vor dem Kings Canyon liefen dann zum ersten Mal Kühe vor uns über die Straße, kurz danach stand ein Pferd auf der Straße. Kurz vor dem Ziel tankten wir noch. Da die Tankstellen hier oft sehr weit auseinander liegen, müssen wir immer daran denken rechtzeitig aufzutanken.
Campingplatz
Unser Campingplatz macht erneut einen guten Eindruck. Wir haben wieder einen Endplatz in einer Reihe und auf der anderen Seite ist bisher niemand, genauso wie hinter uns.
Im Baum über uns und auch in vielen anderen Bäumen sitzen jede Menge Rosakakadus und verursachen einen riesigen Lärm. Zwischendurch fliegen sie immer wieder zu den tropfenden Wasserhähnen. Das hatten wir heute Morgen auf dem Campingplatz in Alice Springs auch schon mit anderen Vögeln beobachtet.
Die Sanitäranlagen haben hier Dingoschutztore. Wir sind gespannt, ob wir Dingos sehen, können aber gerne darauf verzichten.
Zum Sonnenuntergang gingen wir noch ein paar Schritte zu einem Lookout. Die Sonne sieht man von dort nicht untergehen, aber die roten Felsen werden sehr schön angestrahlt.
Heute Abend gehen wir sehr früh ins Bett, weil uns empfohlen wurde gegen 5:30 Uhr zu unserer Wanderung aufzubrechen um der angekündigten extremen Hitze zumindest auf dem ersten Teil der Wanderung zu entgehen.










