Du betrachtest gerade Australien 2025 Tag 4: Kings Canyon und Uluru
Uluru angestrahlt von der untergehenden Sonne

Unser Wecker klingelte heute um 4:30 Uhr. Obwohl wir eigentlich keine Frühaufsteher sind, war das gar nicht so schlimm, weil unsere Körper wohl noch nicht ganz in der neuen Zeitzone angekommen sind. Unser Plan war gegen 5:30 Uhr mit dem ersten Tageslicht aufzubrechen und gegen 6 Uhr mit dem Kings Canyon Rim Walk zu starten. So wollten wir der angekündigten Hitze entkommen. Anscheinend waren wir nicht die Einzigen mit einem solchen Plan. Auf dem Campingplatz war so früh schon recht viel los. Wenn Temperaturen über 36 °C erwartet werden, muss man vor 9 Uhr starten. Danach wird der Zugang zum Kings Canyon Rim Walk gesperrt.

Kings Canyon Rim Walk

Als wir um kurz nach 6 Uhr los wanderten, waren einige Leute um uns herum. Auf den ersten Metern ging es gleich sehr steil bergauf. Gut, dass es mit etwas über 20 °C noch recht kühl und größtenteils schattig war.

Als wir oben auf dem Rim ankamen, verteilten sich die Leute ziemlich schnell. Wir ließen uns viel Zeit und fotografierten ausgiebig. Die Lichtverhältnisse waren allerdings alles andere als einfach, da ein Großteil des Canyons noch im Schatten lag.

Cotterills Lookout

Kurz vor der Hälfte der Strecke machten wir einen Abstecher zum Cotterills Lookout. Der war definitiv lohnenswert und wir hatten ihn am Ende auch ganz für uns alleine.

Garden Eden

Ungefähr auf halber Strecke ging es dann über Treppen hinunter in den Garden Eden. Als wir dort ankamen, waren zunächst noch vier andere Personen da, die aber schnell weitergingen. Danach waren wir ganz alleine.

Wir blieben aber nicht lange, da wir den Aufstieg schaffen wollten, solange er im Schatten lag. Kurz bevor wir oben ankamen, machten wir ein Picknick.

South Wall

Danach ging es in der Sonne weiter. Inzwischen war es richtig heiß geworden. Kurze Zeit später kamen wir an ein Tor, das sich nur in unserer Richtung öffnen ließ. Bis hierher kann man vom Parkplatz in der Gegenrichtung auf dem South Wall Return Walk laufen, wenn der Kings Canyon Rim Walk aufgrund von zu großer Hitze schon gesperrt ist. Ab 11 Uhr darf man dann aber auch nicht mehr zum South Wall Return Walk aufbrechen. Wir waren uns einig, dass die erste Hälfte unseres Walks viel spektakulärer war. Auf dem zweiten Teil hatte man nur noch an einer Stelle eine ganz nette Aussicht.

Auf dem Weg nach unten begegneten wir zwei sehr freundlichen Rangerinnen. Die erste war dabei den Weg mit einer Art elektrischem Laubbläser von Sand und Steinchen zu befreien. Vermutlich soll damit verhindert werden, dass jemand abrutscht. Die zweite sammelte heruntergefallene Äste ein.

Als wir wieder am Startpunkt der Wanderung ankamen, sahen wir, dass der steile Aufstieg nun komplett in der Sonne lag. Da hätten wir jetzt nicht mehr hochgehen wollen. Unser Thermometer im Wohnmobil zeigte 38,5 °C. Wir fuhren direkt los Richtung Uluru. Nach kurzer Zeit kletterte das Thermometer auf 40 °C. Auf dem Weg hielten wir an einem der hübschen Rastplätze zum Mittagessen.

Beim Fahren nervte heute der Wind. Immer wieder bekamen wir unerwartet eine kräftige Bö von der einen oder anderen Seite.

Mount Conner Lookout

Am Mount Conner Lookout hielten wir nochmal kurz an. Als wir ausstiegen, wurden wir fast von der Hitze erschlagen. Es waren inzwischen 42 °C und der heiße Wind erinnerte uns sehr ans Death Valley.

Campingplatz Yulara

Wir fuhren schnell weiter nach Yulara und checkten auf unserem Campingplatz ein. Auf der einen Seite haben wir Nachbarn, aber die Plätze sind so großzügig, dass sie ein ganzes Stück entfernt sind. Auf der anderen Seite ist bisher niemand und hinter uns haben wir einen schönen roten Sandhügel.

Sonnenuntergang Uluru

Den verließen wir aber nochmal um uns den Sonnenuntergang am Uluru anzuschauen. Wie fuhren extra früh los, da nicht ganz klar war, wo man mit einem Wohnmobil am besten parkt. Es gibt einen Parkplatz, der Bus Sunset Viewing genannt wird, und einen, der Car Sunset Viewing heißt. Der Bus-Parkplatz stellte sich als Parkplatz für Tourbusse heraus. Mit unserem Wohnmobil durften wir dort nicht hin. Dafür war der PKW-Parkplatz aber so leer und auch relativ großzügig angelegt, dass wir dort gut parken konnten.

Sobald wir ausstiegen, wurden wir von Fliegen überfallen. Wir gingen sofort wieder ins Wohnmobil und packten unsere Kopfnetze aus. Die hatten wir zu Hause bestellt, weil wir Warnungen vor genau solchen Überfällen zu gewissen Zeiten an verschiedenen Orten im roten Zentrum gelesen hatten. Viele Leute stiegen nur kurz aus und fuhren dann weiter. Einige andere hatten ebenfalls Netze. Während wir auf den Sonnenuntergang warteten, aßen wir im Wohnmobil zu Abend. Danach war die Fliegenplage etwas besser.

Wir genossen den Sonnenuntergang und fuhren dann zurück zum Campingplatz.

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