Du betrachtest gerade Island 2026 Tag 0: Anreise

Bahnfahrt

Eigentlich hatten wir für unsere Fahrt zum Flughafen eine ganz gute Bahnverbindung gebucht: Kurz vor 8 Uhr Abfahrt mit dem RE in Saarbrücken und in Mannheim Umstieg in einen ICE, sodass wir um kurz nach 10 Uhr mit jeder Menge Puffer in Frankfurt am Flughafen angekommen wären. Leider wurde diese Verbindung einige Wochen vor unserer Abreise storniert. Wir hatten das per Zufall in der DB Navigator App gesehen, als wir eine andere Fahrt gebucht hatten. Eine Info darüber per E-Mail gab es erst kurz vor der Reise. Die vorgeschlagene Alternative kam für uns gar nicht in Frage. Wir sollten vor 6 Uhr losfahren, insgesamt drei Mal umsteigen, teilweise mit einer S-Bahn fahren und nur knappe Umsteigezeiten haben. Deshalb entschieden wir uns doch wieder mal mit dem RE über Mainz zu fahren.

Zwei Tage vor der Abreise kam dann nochmal eine E-Mail von der Bahn. Auch die schon schlechte Verbindung gab es nicht mehr. Stattdessen sollten wir jetzt wieder um kurz vor 6 Uhr starten und insgesamt sogar vier Mal umsteigen. Wir blieben beim RE über Mainz und entschieden uns den ohne Umsteigen um kurz vor 7 Uhr zu nehmen. Auch mit dem Zug eine Stunde später wären wir noch früh genug am Flughafen gewesen, aber dann hätten wir in Mainz umsteigen müssen und ab Mainz war eine sehr hohe Auslastung angekündigt.

Unser Zug war in Saarbrücken schon relativ voll. Wir sicherten uns Plätze auf Klappsitzen, da in den Vlexx-Zügen bei den normalen Sitzen kein Platz für Koffer ist. Bei jedem Halt wurde es voller und wir befürchteten schon, dass der Zug wieder so voll werden könnte wie bei unserer letzten Rückreise. Zum Glück gab es keinen Kinderwagen und keine Fahrräder in unserem Wagen und in Bad Kreuznach stieg eine sehr große Gruppe aus. Mit nur ca. 5 Minuten Verspätung kamen wir am Flughafen an.

Flughafen Frankfurt

Dort wollten wir eigentlich mit der neuen SkyLine zum Terminal 2 fahren. Leider war am Eingang ein Schild, dass sie außer Betrieb war und es Ersatzbusse zu Terminal 2 und 3 gab. Wir vermuteten, dass der Bau vielleicht nicht rechtzeitig zur Eröffnung des Terminals 3 fertig geworden war. Der Bus war sehr voll, aber wir bekamen noch Sitzplätze. Aussteigen am Terminal 2 war dann etwas schwierig, da die meisten weiter zu Terminal 3 wollten und uns schon einsteigende Leute entgegen kamen, bevor wir es zur Tür geschafft hatten. Im Terminal 2 war nicht viel los. Man merkte, dass die meisten Airlines schon ins neue Terminal 3 umgezogen waren. Wir waren leider drei Tage zu früh dran. Am 9. Juni zieht Iceland Air auch endlich um, d.h. wir werden dann auf dem Rückweg am Terminal 3 ankommen.

Gepäckabgabe

Theoretisch hätten wir unsere Koffer direkt an Bag Drop Schaltern abgeben können, aber leider funktionierten die Automaten zum Drucken der Gepäckanhänger nicht. Eine Mitarbeiterin meinte, sie hätten im Moment bei Iceland Air ein Problem. Bei anderen Airlines würde es funktionieren. Wir sahen allerdings niemanden, der erfolgreich einen Anhänger drucken konnte. So mussten wir leider bis 2,5 Stunden vor Abflug warten, bis die Check-in-Schalter öffneten. Wenigstens standen wir relativ weit vorne in der Schlange. Obwohl es nur zwei Schalter gab und jede Abfertigung ewig dauerte, mussten wir so nicht endlos warten.

Sicherheitskontrolle

An der Sicherheitskontrolle mussten wir leider unser Wasser wegschütten. Die neuen Scanner seien schon abgebaut worden, meinte der freundliche Herr. Er war auch ganz traurig, dass wir das Wasser nicht mitnehmen durften, und bestätigte mir, dass es nach der Kontrolle noch Wasserspender gibt. Auch meinen Laptop musste ich wieder auspacken, aber wenigstens die Kamera usw. nicht. Wasserspender gab es genau einen und der war gut versteckt. Wir mussten eine Reinigungskraft fragen, die uns das Versteck sehr gut beschrieb.

Boarding

Das Boarding fing 20 Minuten früher an als angekündigt. Wir kamen dann aber nicht direkt ins Flugzeug oder in einen Bus, sondern in einen weiteren Bereich mit Stühlen, wo wir nochmal warteten. Ungefähr pünktlich startete das richtige Boarding. Das Flugzeug stand zum Glück am Terminal, sodass wir nicht nochmal Bus fahren mussten.

Flug

Wir hatten drei Plätze in einer Dreierreihe gebucht. Als das Boarding beendet war, entdeckte ich in der Reihe schräg hinter uns zwei freie Plätze. Nur am Fenster saß eine Person. Ich fragte einen Flugbegleiter und wir durften uns den einen Platz sichern, sodass wir jeweils in einer Dreierreihe den mittleren Platz frei hatten. Manchmal erlauben sie das ja wie selbstverständlich und manchmal geht das gar nicht.

Der Flug war sehr ruhig, obwohl uns vorher ein Unwetter angekündigt wurde. Und wir landeten sogar 25 Minuten verfrüht. Wir waren sehr glücklich die Sonne zu sehen und hoffen, dass sie sich uns in den nächsten drei Wochen noch öfter zeigt. Bei 10 °C und Wind macht das die Sache gleich viel angenehmer.

Flughafen Keflavík

Diesmal mussten wir kurz Bus fahren und dann noch relativ weit durchs Terminal laufen. Dort warteten zwei Polizisten auf uns, die stichprobenartig Pässe kontrollierten. Das sorgte für etwas Stau, da viele ihre Pässe erst auspacken mussten. Bis wir am Gepäckband ankamen, waren die ersten Koffer schon auf dem Band. Unseren ersten sah ich direkt und die anderen zwei kamen auch kurz danach. Eigentlich wollten wir für den Notfall noch etwas Bargeld abheben, aber der erste Automat an den Gepäckbändern gehörte nicht zu einer der Banken, die wir uns im Vorfeld herausgesucht hatten. Und draußen fanden wir dann nur noch Euronet-Geldautomaten, vor denen wir jede Menge Warnungen gelesen hatten. Dann müssen wir wohl morgen beim Supermarkt mal schauen.

Fußweg Flughafen – Hotel

Da es zu spät war, um unser Wohnmobil noch entgegen zu nehmen, hatten wir eine Nacht im Hotel am Flughafen gebucht. Der Flughafen ist in Keflavík, was ein ganzes Stück außerhalb von Reykjavík liegt, und unsere Vermietung ist in einem Ort nah am Flughafen. Ein Hotel in Reykjavík zu buchen hätte daher keinen Sinn ergeben. Der Weg zum Hotel war nicht weit und man sah es auch sofort. Allerdings war es nicht so offensichtlich, wie man zu Fuß am besten hinkommt. So landeten wir leider irgendwann auf einer Straße. Ein paar Schilder oder Fußwege hätten nicht geschadet. Andere Fußgänger mit Koffern liefen auch auf der Straße. Für den Rückweg wissen wir jetzt aber, welcher Weg der beste ist. Auch für die Autos scheint nicht alles gut ausgeschildert zu sein. Wir sahen mehrere Autos wenden oder rückwärts fahren, weil sie falsch gefahren waren.

Hotel

Beim Einchecken im Hotel waren wir ganz glücklich, dass unserem Wunsch nach drei Einzelbetten, den wir bei der Buchung angegeben hatten, entsprochen wurde. Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer abgestellt hatten, liefen wir noch ein bisschen zwischen Hotel, Flughafen und Parkplätzen der Autovermietungen umher um uns etwas die Beine zu vertreten.

Zum Abendessen hatten wir dann leider auch keine andere Wahl als im Restaurant des Hotels zu essen. Mein Burger war ganz in Ordnung, aber mit Abstand der teuerste, den ich je gegessen habe.

Jetzt liegen wir mit Blick auf den Flughafen und auf schneebedeckte Berge in der Ferne im Bett und schauen einem Austernfischer beim Abendessen auf der Verkehrsinsel direkt vor unserem Fenster zu. Ab und zu kommt ein Flugzeug beim Landeanflug vorbei. Wir werden gleich früh schlafen, damit wir morgen fit für den richtigen Start unserer Reise sind.

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