Unser Wecker klingelte um kurz vor 4 Uhr und wir standen pünktlich zur Öffnung um 4 Uhr vor dem Frühstückssaal. Das Frühstück war auch um diese Uhrzeit schon vollständig aufgebaut. Manchmal bekommt man so früh ja nur eine abgespeckte Version. Hier fehlte aber nichts. Wir schlugen ordentlich zu, da wir wussten, dass es bis zur Landung in Frankfurt nichts mehr geben wird.
Als wir das Hotel verließen, war es glücklicherweise trocken. Wir hatten gestern schon befürchtet im strömenden Regen zum Flughafen laufen zu müssen. Da wir uns inzwischen rund um den Flughafen gut auskennen, fanden wir den schnellsten Weg problemlos.
Flughafen Keflavík
Als wir das Flughafengebäude betraten, landeten wir sofort in einem fürchterlichen Gewusel.
Bag Drop
Am Bag Drop war die Hölle los. Ein Grund dafür war sicher, dass die Maschinen nicht richtig funktionierten, wenn man schon online eingecheckt hatte. Es kam immer eine Fehlermeldung. Wir probierten dann auf gut Glück den eigentlich falschen Weg, indem wir anklickten noch nicht eingecheckt zu haben. Damit kamen wir durch.
Sicherheitskontrolle
An der Sicherheitskontrolle durften wir leider mal wieder kein Wasser mitnehmen. Es gab aber wenigstens extra dafür vorgesehene Behälter, um das Wasser zu entsorgen. Laptop usw. mussten wir ebenfalls auspacken.
Boarding
Unser Gate wurde noch nicht angezeigt, aber wir konnten schonmal in den richtigen Bereich gehen und unsere Wasserflaschen wieder auffüllen. Das Gate wurde erst kurz vor der geplanten Boardingzeit angezeigt. Leider parkte unser Flugzeug auch nicht direkt am Terminal. Wir mussten noch Bus fahren. Als wir dachten, dass alle Personen an Bord seien, warteten wir vergeblich auf das typische „Boarding completed“. Es gab keine Durchsage, aber es passierte auch nichts. Nach einer gefühlten Ewigkeit stieg dann noch eine Gruppe ein. Ich erkannte eine Dame vom Hinweg. Sie hatte uns damals erzählt, dass sie besorgt sei ihren Anschluss nach Minneapolis zu verpassen. Offensichtlich war der Rückflug genauso knapp getaktet und wir hatten auf diesen Flug aus Minneapolis gewartet.
Flug
Wir starteten mit ca. 45 Minuten Verspätung, holten aber einen Teil wieder auf. Bei der Landung hatten wir nur noch 15 Minuten Verspätung.
Flughafen Frankfurt
Icelandair war während unseres Urlaubs endlich auch ans neue Terminal 3 umgezogen. Wir bekamen eine Position direkt am Terminal und sparten uns so die nervige Busfahrerei. Im Terminal roch alles noch neu. Ich fand, dass erstaunlich wenig los war. Trotzdem mussten wir auf unser Gepäck relativ lange warten.
Als wir unser Gepäck endlich hatten, fuhren wir mit der SkyLine zum Terminal 1. Am Terminal 2 hält sie noch, aber es dürfen nur Flughafenmitarbeiter ein- und aussteigen.
Sobald wir den klimatisierten Bereich des Flughafens verließen, wurden wir fast von der Hitze erschlagen. Wir waren heute Morgen bei unter 10 °C gestartet und wurden jetzt von 37 °C empfangen.
Bahnfahrt
Wir besorgten uns bei REWE noch eine Kleinigkeit zu essen und ein kaltes Getränk. Anschließend gingen wir zum Regionalbahnhof. Leider gab es mal wieder keine einzige Verbindung mit dem ICE über Mannheim. Deshalb mussten wir den RE über Mainz nehmen und auch noch mit Umstieg in Mainz. Kurz bevor unser Zug ankommen sollte, sahen wir in der DB Navigator App, dass der Halt in Mainz gestrichen war. Wir suchten schnell eine Alternative und fanden eine S-Bahn Richtung Wiesbaden, mit der wir nach Mainz kommen konnten. Die S-Bahn war komplett voll, sodass wir stehen mussten.
Für den RE von Mainz nach Saarbrücken wurde uns in der App angekündigt, dass er einen Waggon weniger als üblich haben wird und Fahrräder verboten sind. Wir waren schon alles andere als begeistert und fürchteten noch weiter stehen zu müssen. Dann kam auch noch eine Verspätung wegen Problemen bei der Bereitstellung hinzu. Als der Zug ankam, waren wir dann aber positiv überrascht. So einen langen Zug hatten wir auf dieser Strecke noch nie gesehen. Vielleicht hatte die Bereitstellung länger gedauert, da sie doch noch ein paar Waggons aufgetrieben hatten. In dem Fall war die Verspätung ein verkraftbares Übel. Wir fanden Sitzplätze. Bei der Hitze wären wir sonst vermutlich auch umgekippt. Die Klimaanlage hatte keine Chance. Mit der Zeit sammelten wir immer mehr Verspätung auf, da ständig Abschnitte durch vorausfahrende Züge blockiert waren. Wir waren froh, als wir mit etwas über 30 Minuten Verspätung endlich in Saarbrücken ankamen.
Wohnung
Als ich meine Wohnung betrat, war es noch wärmer als draußen. Mein Thermometer zeigte 39,9 °C an. Ich riss sofort alle Fenster auf und schaffte es bis zum Zubettgehen die Temperatur auf 35 °C herunter zu bekommen. Ich habe aber keine Ahnung, wie ich bei der Hitze heute Nacht schlafen soll.
