Du betrachtest gerade Island 2026 Tag 5: Dyrhólaey und Sólheimajökull
Papageientaucher

Heute stand als erstes Dyrhólaey auf dem Programm. Wir hatten im Vorfeld versucht herauszufinden, wann wir dort am besten hinfahren, da einzelne Bereiche teilweise zum Schutz der Papageientaucher gesperrt werden. Die Informationen waren aber leider so widersprüchlich, dass wir um 8:40 Uhr vor einer verschlossenen Schranke standen. Vor uns parkten schon drei andere Fahrzeuge. An der Schranke war ein Schild, dass die Zufahrt nur von 9 bis 19 Uhr geöffnet ist. Um Punkt 9 Uhr kam ein Auto von der anderen Seite und eine Dame öffnete uns die Schranke. Sie winkte uns beim Vorbeifahren noch freundlich zu und wir natürlich zurück.

Dyrhólaey-Halbinsel

Kurz hinter der Schranke wurden wir wieder von einer Kamera registriert. Wir waren ganz froh, dass das vor der Abzweigung der beiden Aussichtspunkte passierte, weil wir so nur ein Mal Parkgebühren mit der Parka App zahlen mussten. Die Fahrzeuge vor uns fuhren alle Richtung Leuchtturm. Wir entschieden uns für den anderen Parkplatz, da wir dort Hoffnung auf Papageientaucher hatten. Als wir am Parkplatz ankamen, waren wir sehr froh über die Entscheidung, da er sehr klein war. Später hätten wir hier mit dem Wohnmobil vielleicht keinen Platz mehr bekommen.

Von einem der Aussichtspunkte hatte man eine schöne Aussicht auf den Strand Reynisfjara und die Reynisdrangar. Trotz des ungünstigen Lichts war die Aussicht sehr schön. Richtung Hringvegur sah man in der Ferne schneebedeckte Berge. Auf der linken Seite befand sich eine steile Klippe. Im ersten Moment sahen wir dort nur Möwen. Daher gingen wir zunächst zu einem anderen Aussichtspunkt weiter.

Papageientaucher

Auf dem Rückweg kam uns jemand entgegen, der berichtete einen Papageientaucher gesehen zu haben. Als wir wieder am Aussichtspunkt ankamen, war aber wieder keiner zu sehen. Natürlich gaben wir nicht sofort auf, sondern suchten eine Weile die Felsen, Wiesen und Büsche ab. Und tatsächlich tauchte weit entfernt ein Papageientaucher auf. Auch wenn ich die Kamera mit komplett ausgefahrenem Zoom bei dem Wind kaum ruhig halten konnte, schoss ich natürlich ein paar Bilder.

Kurz darauf tauchte ein weiterer Papageientaucher etwas näher auf und dann einer fast vor unserer Nase. Wir waren natürlich total begeistert. Lange Zeit hatten wir nicht, um die einzelnen Papageientaucher zu beobachten, da sie meist schnell wegflogen oder in ihren Höhlen verschwanden.

Wir gingen zunächst noch zu den zwei weiteren weniger spektakulären Aussichtspunkten.

Zum Schluss kamen wir nochmal zu den Papageientauchern zurück. Inzwischen standen dort viele Leute. Uns gelangen trotzdem noch ein paar Bilder. Als einige Minuten lang keine Papageientaucher mehr zu sehen waren, machten wir uns auf den Rückweg zum Wohnmobil und fuhren zum Parkplatz am Leuchtturm. Der war gefühlt etwas größer und relativ voll, aber wir fanden einen Platz.

Dyrhólaey

Vom Weg zum Leuchtturm konnten wir in die andere Richtung auf einen ebenfalls schwarzen Strand, Dyrhólafjara, schauen.

Unter uns sahen wir einige Papageientaucher fliegen, aber sie waren zu weit weg und zu unberechenbar, um sie auf ein Foto zu bekommen. Die Felsen, auf denen sie landeten, konnten wir nicht einsehen. Der Leuchtturm und der Felsbogen Dyrhólaey waren wenig spektakulär und im falschen Licht.

Sólheimajökull

Nachdem wir genug gesehen hatten, fuhren wir weiter zum Sólheimajökull. Dort mussten wir auch wieder Parkgebühren mit Parka bezahlen. Der Parkplatz war sehr groß und nicht besonders voll. Da es etwas früh fürs Mittagessen war, entschieden wir noch zum ersten von zwei Aussichtspunkten zu gehen, die wir uns markiert hatten. Es stellte sich heraus, dass zu dem Punkt gar kein offiziell markierter Weg führte, sondern nur ein paar Reifen- und Fußspuren. Wie sich später herausstellte, war die Aussicht nicht besser oder großartig anders als von einigen Punkten des markierten Weges. Wir würden daher empfehlen den Punkt auszulassen.

Bevor wir zu dem anderen Aussichtspunkt gingen, aßen wir zu Mittag. Der zweite Aussichtspunkt war sehr schön. Erst hatte man etwas erhöht eine Sicht auf den Gletscher und Gletschersee.

Dann konnte man hinunter zum Ufer gehen und dort ein Stück entlang laufen. Zunächst sahen wir noch einige bunte Helme von Leuten bei Gletschertouren auf dem Gletscher und uns kamen auch einige solcher Gruppen entgegen. Bis wir das Ende erreicht hatten, waren wir fast alleine. Wir nutzten das um ausgiebig zu fotografieren.

Dabei nahmen wir uns viel Zeit für Details.

Wir waren auch begeistert, dass wir den ganzen Tag über keinen Tropfen Regen abbekommen hatten und oftmals sogar die Sonne schien. Mit 13 °C war es für isländische Verhältnisse angenehm warm. Als wir wieder zurück am Parkplatz waren, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Campingplatz in Kirkjubaerjaklaustur. Unterwegs kauften wir noch kurz im Krónan in Vík ein. Der Supermarkt war deutlich kleiner als der erste. Auf dem weiteren Weg wechselte die Landschaft alle paar Kilometer zwischen Wiesen mit unterschiedlichen Blumen und moosbewachsenen Lavafeldern. So verging die Fahrt sehr schnell.

Campingplatz

Der Campingplatz ist nicht besonders voll und wir konnten uns noch einen Eckplatz aussuchen, sodass wir auf der einen Seite keine Nachbarn bekommen können. Auf der anderen Seite sind auch drei Plätze frei bis zum nächsten Nachbarn.

Die Sanitäranlagen sind die besten bisher. Alles sieht neu und ordentlich aus. Die Duschen sind durchdacht. Man hat eine eigene Kabine mit mehreren Haken und einer Ablagefläche. Der Münzautomat ist direkt an der Dusche und zeigt einen Countdown an, den man beim Duschen sehen kann. So war es auch völlig in Ordnung, dass die Dusche nur drei Minuten lief.

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