Du betrachtest gerade Island 2026 Tag 21: Hraunfossar
Hraunfossar

Es hatte die ganze Nacht über ordentlich gegossen. Als unser Wecker klingelte, regnete es immer noch. Die Vorhersage sah nicht gut aus, aber wir gaben die Hoffnung nicht auf unseren letzten Wasserfall noch anschauen zu können ohne komplett nass zu werden. Vom Campingplatz waren es nur wenige Kilometer bis zu den Hraunfossar.

Hraunfossar

So früh morgens waren wir die ersten Gäste. Wir zogen die Regenhosen und -jacken an, da es noch tröpfelte und der Himmel ganz dunkel war. Der Wasserfall ist speziell, da das Wasser nicht aus einem Fluss kommt und dann eine Stufe herunterstürzt, sondern direkt aus dem Fels kommt und dann in einen Fluss fließt. Die vielen kleinen Wasserfälle sahen wirklich hübsch aus und das Wasser hatte auch wieder eine leicht bläuliche Farbe, nicht ganz so stark wie am Brúarfoss, aber doch gut zu sehen. Man konnte sich die Wasserfälle von mehreren Aussichtspunkten aus anschauen.

Direkt daneben liegt der Barnafoss. Er überzeugte uns wie erwartet nicht allzu sehr.

Da wir noch ein ganzes Stück zu unserer Wohnmobilvermietung in Keflavík zu fahren hatten und das Wohnmobil um 14 Uhr zurückgeben mussten, hielten wir den Besuch kurz. Viel länger wären wir aber auch sonst nicht geblieben.

Als wir den Hringvegur erreichten, gab es wieder eine Anzeigetafel mit Temperaturen und Windgeschwindigkeiten. Auf unserem nächsten Stück waren die Böen noch gerade im erlaubten Bereich. Damit hatten wir gar nicht mehr gerechnet, da wir die letzten Tage fast keinen Wind hatten. Die ersten Tage im Süden und Osten war das ja ein Dauerthema und wir hatten ständig alle Vorhersagen und interaktiven Karten im Blick. Nach den einfachen Bedingungen während der letzten Tage hatten wir das etwas schleifen lassen.

Auf dem Weg nach Reykjavík mussten wir nochmal durch einen Tunnel fahren. Er war mehrere Kilometer lang, aber kostenlos.

Als wir uns den Orten um Reykjavík näherten, wurde das Fahren nervig. Alle paar hundert Meter kam ein Kreisverkehr. Wir kamen nur langsam voran und waren froh, als wir an Reykjavík vorbei waren. Kurz vor Keflavík stoppten wir nochmal zum Mittagessen. Wir hatten Brote geschmiert um nicht nochmal Geschirr spülen zu müssen.

Wohnmobilrückgabe

Im Nachbarort von Keflavík, Njarðvík, fuhren wir zur Entsorgungsstation um unsere Abwassertanks zu leeren. Die Infos für die Rückgabe hatte McRent wirklich gut aufgeschrieben. Bei anderen Wohnmobilmieten mussten wir solche Dinge alle mühsam selbst recherchieren. McRent hatte uns auch eine Tankstelle ganz nah an der Station genannt, wo wir tanken, AdBlue füllen und gegebenenfalls eine Gasflasche tauschen sollten. Da wir eine volle und eine teilweise volle Gasflasche hatten und nur eine volle zurückgeben mussten, entfiel der Punkt mit dem Tausch der Gasflasche.

Bettwäsche und Handtücher mussten wir in einen großen Plastikbeutel stecken, den man uns bei Abholung gegeben hatte. Essensreste sollten wir alle in einen Schrank packen und bei Rückgabe Bescheid sagen. Wir konnten nicht herausfinden, ob sie entsorgt werden oder ob sie gerettet werden. Aus anderen Ländern kennen wir Regale, wo man solche Dinge abstellen kann und nächste Mieter sie sich nehmen können. So etwas schien es hier nicht zu geben. Viele Reste hatten wir nicht, aber Dinge wie Salz, Pfeffer, Toilettenpapier, Geschirrspülmittel usw. hatten wir nicht in kleinen Packungen bekommen.

Die Rückgabe verlief schnell und problemlos. Anschließend wurden wir mit unserem Wohnmobil zum Hotel am Flughafen gefahren.

Hotel

Dort packten wir unsere Koffer zu Ende und aßen im angeschlossen Restaurant zu Abend. Das Personal im Restaurant war auch so nett uns eine Zahlung gemischt in bar und mit Karte zu erlauben. So konnten wir unser letztes Bargeld noch loswerden, das wir nicht mehr für Duschen oder Waschmaschinen gebraucht hatten. Wir gehen gleich früh ins Bett, da unser eigentlich für mitten am Vormittag gebuchter Flug vor Monaten auf kurz nach 7 Uhr umgebucht wurde. Glücklicherweise gibt es hier im Hotel schon ab 4 Uhr Frühstück.

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