Du betrachtest gerade Island 2026 Tag 12: Stuðlagil
Stuðlagil

Leider regnete es heute Morgen noch immer und die Vorhersage versprach auch keine Besserung. Wir hatten bis zuletzt gehofft, dass die Vorhersage ausnahmsweise mal daneben liegt und wir vielleicht doch nochmal ohne Regen bei den Papageientauchern vorbeischauen können. So mussten wir uns leider ohne einen weiteren Besuch bei ihnen auf den Weg machen.

Dieser führte uns wieder zurück über den nebligen Pass von gestern. Es war zwar wieder neblig, aber nicht ganz so schlimm wie gestern.

Als wir in Egilsstaðir ankamen, hörte es endlich auf zu regnen. Das war ganz praktisch, da wir tanken, die Gasflasche tauschen und einkaufen mussten. Unsere erste Gasflasche war gestern leer und wir hatten die zweite angeschlossen. Die leere Gasflasche konnten wir an einem Gitterkäfig auf dem Tankstellengelände bei einem Mitarbeiter gegen eine volle tauschen. Leider hatte der Kassierer drinnen in der Tankstelle das erst falsch verstanden und uns neben der Füllung auch eine Gasflasche berechnet. Das mussten wir dann nochmal korrigieren lassen.

Diesmal konnten wir wieder bei Bónus einkaufen. Darüber waren wir ganz froh, da diese Kette am günstigsten sein soll. Leider hieß das aber auch, dass wir wieder in die eiskalten Kühlräume für Obst/Gemüse, Milchprodukte und Fleisch mussten. Diesmal waren wir aber vorbereitet und warm angezogen.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Stuðlagil. Die Regenpause war auch vorbei. Unterwegs hielten wir an einem kleinen Parkplatz im Nirgendwo zum Mittagessen.

Rjúkandi

Kurz vor der Abzweigung vom Hringvegur legten wir noch einen schnellen Stopp am Rjúkandi Wasserfall ein und hatten sogar Glück, dass es nur leicht tröpfelte. Überall anders würde man den Wasserfall als super spektakulär bezeichnen. Hierzulande ist er schon fast langweilig.

Das erste Stück vom Hringvegur zum Canyon war noch asphaltiert. Danach ging es auf einer Schotterstraße weiter, die aber in relativ gutem Zustand war.

Campingplatz

Der Campingplatz direkt am Canyon war noch fast leer, als wir ankamen. Wir checkten am Food Truck direkt am Parkplatz des Canyons ein.

Stuðlagil

Anschließend zogen wir uns wieder warm und regenfest an und klapperten die Aussichtspunkte auf dieser Seite des Canyons ab. Wenn es morgen halbwegs trocken ist, wollen wir eigentlich auch noch auf der anderen Seite eine kleine Wanderung machen. Angeblich soll sie schöner sein. Nach unseren Recherchen im Vorfeld hätten wir mit dem Wohnmobil weiter weg parken und dann erst ein paar Kilometer die Straße entlang laufen müssen. Wir konnten dieses Stück aber heute aus der Ferne sehen und fanden, dass es nicht unfahrbar aussah. Deshalb fragten wir die freundliche Dame am Food Truck nach ihrer Meinung und sie war sich sicher, dass wir bis zum offiziellen Parkplatz fahren können. Gerade bei dem Wetter ist es uns sehr recht, wenn wir nicht so weit laufen müssen. Und auf einer Straße zu laufen hätte auch bei besserem Wetter nicht wirklich Spaß gemacht.

Auf unserer Seite konnten wir an einem Aussichtspunkt bis auf das Niveau des Flusses hinunter gehen. Die nächsten Aussichtspunkte lagen dann immer etwas höher. Leider gab es wieder das übliche Problem mit Menschen auf der anderen Seite. Da nicht allzu viel los war, konnte man einzelne Abschnitte teilweise ohne Leute erwischen. Absperrgitter hatte man aber meistens trotzdem noch drauf.

Von dem wunderschön türkisfarbenen Wasser, das man von Fotos kennt, war natürlich nichts zu sehen. Ich hatte aber im Vorfeld auch gelesen, dass man das nur zu gewissen Zeiten so sieht, und war deshalb schon ohne große Erwartungen hierher gekommen. Juni wäre eigentlich eine gute Zeit gewesen, aber der Regen der letzten Tage hatte jegliche Chancen zunichte gemacht.

Bei der Bearbeitung meiner Bilder entdeckte ich eben auf einem der Bilder einen hellen Fleck. Beim Heranzoomen stellte er sich als abgestürzte Drohne heraus.

Schreibe einen Kommentar