Heute stand ein weiteres Highlight auf dem Plan. Wir fuhren zum Diamond Beach und zur Jökullsárlón. Direkt für den Ort gibt es keine Wettervorhersage. Für die beiden Nachbarorte sah es gut aus. Die Sonne sollte sogar herauskommen. Zunächst fuhren wir auch in der Sonne. Kurz vorm Ziel landeten wir dann aber unter einer dichten Wolkendecke.
Diamond Beach
Wir parkten zunächst am westlichen Diamond Beach Parkplatz. Die beiden Parkplätze am Diamond Beach und der an der Jökullsárlón zählen in Parka als ein Parkplatz, sodass man beliebig hin und her wechseln kann. Am westlichen Diamond Beach lagen einige kleinere Eisblöcke auf dem Strand. Manche waren schön skurril geformt.
Dadurch, dass es nur recht wenige Eisblöcke gab, war es teilweise schwierig Perspektiven ohne Menschen zu finden. Ein Eisblock war deutlich größer als die meisten anderen, sodass ich ein lustiges Foto mit ihm machen konnte.
Während wir fotografierten, schwammen ein paar neuen Eisberge aufs Meer hinaus. Insgesamt waren es aber deutlich weniger, als man auf manchen Fotos sieht. Und leider tat uns die Sonne auch nicht den Gefallen mal rauszuschauen und das Eis zum Glitzern zu bringen.
Deshalb fuhren wir zunächst weiter über die Brücke auf die andere Seite. An der Zufahrt zum Parkplatz an der Lagune war ein Schild, dass er voll sei und man den Overflow Parkplatz am östlichen Diamond Beach nutzen solle. Dort war noch genug Platz, selbst für ein Wohnmobil. Da es einen Fußweg am Fluss entlang unter der Brücke durch gibt, war das perfekt für uns.
Die Lagune mit ihren Eisbergen ist wirklich spektakulär. Wir fotografierten eine ganze Weile.
Ein paar Seehunde hatten ihren Spaß zwischen den Eisbergen.
Im Wind war es bei 11 °C so kalt, dass wir wieder unsere Mützen brauchten. Nach einer Weile entschieden wir zu Mittag zu essen, ein bisschen mit der Hoffnung, dass die Sonne danach vielleicht doch noch herauskommen würde. Leider tat sie uns diesen Gefallen nicht. Wir machten trotzdem nochmal ein paar Fotos, da sich inzwischen einige Eisberge bewegt hatten oder komplett verschwunden waren.
Vom Parkplatz aus sahen wir auch, dass die Eisberge am anderen Ufer am Diamond Beach inzwischen vom Wasser umspült waren. Zugänglich am Strand waren fast keine mehr.
Als wir genug gesehen und fotografiert hatten, fuhren wir den Hringvegur ca. 2,5 Kilometer zurück. Dort gibt es noch einen kostenlosen Parkplatz an der Lagune. Auch hier gingen wir kurz spazieren und machten einige Fotos, allerdings gab es hier viel weniger Eisberge und die meisten waren weit entfernt. Ein Gruppe Kajaks war in diesem Bereich unterwegs. Ich wartete etwas ab, bis sie vor einem der großen Eisberge war. Meistens versuche ich ja keine fremden Personen, Boote usw. auf meinen Fotos zu haben. Da ich aber selbst gerne Kajak fahre und die Kajaks so weit weg waren, dass man keine Gesichter sehen konnte, machte ich heute mal eine Ausnahme.
Als wir gerade fertig waren, fing es minimal an zu nieseln. Wir hatten also mal wieder ein ziemlich gutes Timing.
Campingplatz
Wir machten uns auf den Weg zum Campingplatz Haukafell. Die letzten Kilometer waren eine Schotterstraße. An einer Stelle mussten wir sogar einen winzigen Bach queren.
Am Campingplatz angekommen waren wir dann alles andere als begeistert. Der Platz bestand aus einer buckeligen und matschigen Wiese. Daneben gab es einen Bereich mit Zelten, zwischen denen ein großer Hund wie wild hin und her rannte. Wir beschlossen zu einem anderen Campingplatz weiter zu fahren.
Da wir bis vor einigen Tagen nicht sicher waren, ob Haukafell überhaupt geöffnet ist, hatten wir uns im Vorfeld schon zwei Alternativen herausgesucht. Wir entschieden uns für Myllulækur. Dort waren vor uns nur zwei Radfahrer. Im Laufe des Abends kamen aber noch einige Leute an. Die Sanitäranlagen waren ziemlich veraltet. Als wir ankamen, war die Rezeption nicht besetzt und es gab auch keine Möglichkeit über Parka oder Ähnliches zu zahlen. Später kam dann jemand zur Rezeption und wir konnten bezahlen.


























