Du betrachtest gerade Island 2026 Tag 17: Mývatn und Goðafoss
Goðafoss

Da wir es gestern nicht mehr zu den Aussichtspunkten am Mývatn geschafft hatten, fuhren wir heute Morgen als erstes nach Höfði. Der Parkplatz ist sehr klein, aber wir waren die ersten Besucher und hatten daher kein Problem.

Höfði

Man kann dort eine kleine Runde zu mehreren Aussichtspunkten gehen. Wir steuerten als erstes den an, bei dem wir weite Sicht erwarteten, da wir die Hoffnung hatten so früh noch keine Leute im Bild zu haben. Der Plan ging fast auf. Auf einem Parkplatz stand ein Auto und drei Personen liefen herum. Bei den Personen konnten wir warten, bis sie hinter Felsen versteckt waren, mit dem Auto mussten wir leben.

Auf dem Weg um die Halbinsel hatten wir zwischendurch nochmal Aussichten auf den Mývatn. Bei den anderen Aussichtspunkten war nichts Störendes im Weg. Die Felsen im See sahen ganz hübsch aus.

Goðafoss

Nach einer halben Stunde waren wir zurück am Parkplatz und brachen auf zum Goðafoss. Wir waren ganz erstaunt, dass wir dort auf dem Parkplatz keine Gebühren bezahlen mussten. Wir parkten an der Westseite, da der Parkplatz aus der Ferne schön groß und leer aussah. Leider stellte sich aber heraus, dass die große Fläche für Busse war. Wir mussten auf einem normalen Parkplatz parken und standen ein gutes Stück heraus, aber man kam noch vorbei.

Ostseite

Als erstes gingen wir über die Fußgängerbrücke auf die Ostseite. Am Anfang boten sich wenige Perspektiven, da immer Leute auf den weiteren Aussichtspunkten oder auf der anderen Seite im Bild waren.

Am Ende konnte man hinunter auf Flussniveau gehen. Dort hatte man schöne freie Sicht.

Auch von den letzten beiden Punkten oben wäre die Sicht immer mal wieder ziemlich frei gewesen, wenn nicht eine Person über die Absperrungen geklettert wäre und sich dann endlos niedergelassen hätte, um verbotenerweise eine Drohne zu fliegen. Ich nutzte die Zeit für ein paar Bilder einzelner Teile des Wasserfalls. Nach über einer Viertelstunde verschwand die Person endlich und ich konnte auch an diesem Aussichtspunkt ein freies Foto schießen.

Der Himmel war zwar ziemlich grau, aber es war so warm, dass wir ohne Regenjacke nur mit Fleecejacke schwitzten. Nur für ein T-Shirt war es allerdings doch noch etwas kühl. Wir vermissen weiter ein Thermometer am Wohnmobil. An einer Tafel an der Straße zum Goðafoss wurden 12 °C angezeigt.

Westseite

Bevor wir das Westufer erkundeten, aßen wir zunächst zu Mittag. Danach merkte man deutlich, dass viel weniger los war. Die Parkplätze waren nur noch halb voll und es liefen auch viel weniger Leute herum. Von einer Stelle hatte man auf der Westseite auch noch eine schöne Sicht von vorne auf den Wasserfall, von einer anderen von oberhalb der Wasserfalls. Insgesamt gefiel mir die Ostseite aber besser.

Weiter ging es dann nach Akureyri. Kurz vor der Stadt gibt es einen kostenpflichtigen Tunnel. Da es weder windig noch neblig war, entschieden wir uns die ca. 15 Minuten längere Umfahrung über die Berge zu nehmen. In Akureyri tankten wir zunächst AdBlue. Unsere Warnleuchte war angegangen, obwohl die Anzeige noch drei viertel voll anzeigte. Anschließend kauften wir noch schnell bei Bónus ein.

Hraundrangi

Auf dem Weg zu unserem Campingplatz machten wir einen ganz kurzen Fotostopp an Hraundrangi.

Campingplatz

Auf den letzten Kilometern fing es wieder an zu regnen. Als wir gegen 17:30 Uhr am Campingplatz in Varmahlíð ankamen und uns einen Platz auf Schotter in der Nähe eines Stromanschlusses gewählt hatten, kam ein Herr auf uns zu und erzählte uns wie selbstverständlich auf Französisch, dass wir dort nicht parken können, da sie eine größere Gruppe seien. Wir machten uns zunächst auf die Suche nach einer Rezeption um dort zu klären, wo wir stehen dürfen. Leider gab es keine. Es gab aber ein Schild, auf dem stand, dass man sich einen beliebigen Platz auswählen kann.

Bis wir zurück zu unserem Wohnmobil kamen, waren noch zwei weitere französische Wohnmobile angekommen und hatten sich die letzten zwei Steckdosen gesichert. Wir parkten um und sicherten uns im nächsten Block einen Platz auf der Wiese in der Nähe eines Stromanschlusses. Leider gesellten sich auch hier noch einige aus der Gruppe zu uns und waren wie üblich bei Gruppen ziemlich laut.

Der Zustand der Sanitäranlagen war mittelmäßig und es gab viel zu wenige Toiletten. Die einzige Waschmaschine war schon besetzt und es stand bereits jemand Schlange. Wir reihten uns ein. Als die Maschine vor uns fertig war, wollte sich jemand vordrängeln, was wir aber verhindern konnten. Dummerweise hatte nur die Dame, die uns erst stolz erzählt hatte, dass sie eine kurze Wäsche mit etwas mehr als einer Stunde gemacht hatte, am Trockner ein Programm eingestellt, das fast drei Stunden dauerte. Wir entschieden daher unsere Wäsche im Wohnmobil aufzuhängen, da wir sonst nach Mitternacht hätten den Trockner leeren müssen.

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